Sonntag, 4. Mai 2008

Botanischer Garten Osnabrück

Da ich nun wegen meines Gartenbau-Studiums in die Stadt gezogen war, musste ich natürlich auch den botanischen Garten der Universität Osnabrück besuchen. Dieser wurde 1984 als Teil der Biologieabteilung angelegt.

Blick auf die Schwäbische Alb
Der botanische Garten in Osnabrück erschien mir im Vergleich zu anderen botanischen Universitätsgärten relativ klein, zeigt auf der überschaubaren Fläche allerdings eine Menge Pflanzen. Nachgeforscht sind es 5,6ha auf der ca. 8000 Pflanzen gezeigt werden.

Das Gelände ist ein ehemaliger Muschelsteinbruch, was man noch sehr gut an vorhandenen Steilhängen und freiliegenden Bodenprofilen sehen kann. Die Gestaltung schmiegt sich allerdings wundervoll in die landschaftliche Kluft. So wurde ein Teil der Schwäbischen Alb nachgeahmt, ein anderer nutzt die Geröll- und Steinansammlungen perfekt für einen Steingarten. Auch dem mediterranem Garten steht der harte Steinboden und spendet dadurch wunderbare Sommerhitze.

Im Steingarten, oder dem Alpinum, offenbart sich zunächst ein Schilderwald. Erst bei genauerem Hinsehen zeigen sich wunderschöne Blüten zwischen den Steinen und Geröllhaufen. Viele Exemplare sind recht klein, insgesamt macht der Garten eher den Eindruck als ob die Pflanzen noch nicht etabliert sind. Dies allerdings ist nur augenscheinlich, entspricht es doch dem Charakter der europäischen Hochgebirgsflora.

Das Regenwaldhaus

Im Regenwaldhaus Blick auf das Alpinum
Auf dem Gelände befindet sich außerdem die Grüne Schule. 1993 gegründet, stellt sie eine Verbindung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit dar. Hauptaufgabe ist die Veranschaulichung der Pflanzenvielfalt und den biologischen Zusammenhängen. Neben Besuchern können auch Schulen an Aktionsprogrammen teilnehmen. So werden z.B. auch Gartenführungen uvm. organisiert.

Gewächshäuser der Grünen Schule

mit Kaktussammlung

Gestalterisch ist der botanische Garten relativ karg, was wohl am Standort selber liegt. Vorwiegend dominieren Stein, Wasser und die Gewächshäuser, obwohl es durchaus auch einen herrlich duftenden Kräutergarten gibt, der voller Bienen und Hummeln nur so summt.
Obwohl so einige Bäume im Garten zu finden sind, gibt es dennoch keine üppigen Wald- oder Staudenpflanzung. Der Nordamerikanische Bereich allerdings muss im Herbst toll aussehen, kann ich mir vorstellen, wenn Ahörner und Co sich schön bunt verfärben.
Überssichtskarte





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