Sonntag, 11. Juli 2010

RHS Hampton Court Palace Flower Show 2010

Es ist wieder so weit, Anfang Juli stand die RHS Hampton Court Palace Flower Show wieder an. Auch dieses Jahr war Barry so freundlich mir eines seiner Ausstellertickets zu schenken, so dass ich umsonst die Ausstellung genießen konnte.



Morgens früh fuhr ich zu Barrys Haus und er nahm mich dann mit nach London. Dadurch war ich zwar gezwungen den ganzen Tag mit ihm dort zu bleiben, aber ich hatte mich ohnehin als Assisten für heute angeboten. So kam es, dass ich eine der größten Flower Shows von England einmal aus Sicht der Aussteller und hinter den Kulissen miterlebte. Ich fand es richtig spannend.

Als erstes hieß es Pflanzen wässern und die Präsentationsfläche herausputzen. Sprich unansehnliche Blätter abschneiden bzw. einsammeln, verblühte Blüten absammeln, den Sand zurück schieben usw.

Statt Rubus wie im Vorjahr zeigte Barry dieses Jahr seine Asclepias- and Gomphocarpus-National Collection. Dazu hatte er seinen Stand als Abbild des heimatlichen Standortes von Asclepias (die nordamerikanische Wildnis/Steppe) gestaltet. Folglich waren Gräser und Sand vorwiegend zu sehen, inmitten die verschiedenen Seidenpflanzenarten dann mit ihren Blüten auffielen. Ein altes Holztor und ein Büffelschädel machten die Illusion perfekt, man fühlte sich wirklich in den wilden Westen versetzt.


Ein eigens für die Ausstellung erbautes Miniaturglashaus beherbergte Monarchfalter Danaus plexippus, welche am natürlichen Standort die Hauptbestäuber von Asclepias darstellen. Links und rechts erklärte Barry den Zyklus der Schmetterlinge und wie wichtig sie waren im Kreislauf der Seidenpflanzen, aber vor allem für uns Menschen von Bedeutung haben, da die Puppen des Falters Seide produzieren.



Ich half Barry den ganzen Tag an seinem Stand, verkaufte mit ihm Pflanzen und redete mit Besuchern über Asclepias, so dass Barry schließlich selber ab und an über das Schaugelände gehen konnte und sich abseits entspannen oder essen konnte. Dann wechselten wir uns ab und ich konnte auf Erkundungstour gehen.

Da ich Hampton Court schon vom letzten Jahr kannte, wusste ich dieses Jahr ganz genau was ich wollte. Schnurstracks marschierte ich zum Zelt, wo die Bonsais zu finden waren. Mehr oder weniger waren dort dieselben Bonsai vom Vorjahr zu sehen. Wieder machte ich viele Fotos, nahm mir aber dieses Mal wesentlich mehr Zeit zum Gucken und Inspizieren.

 
Unter anderem:
  • Pinewood Bonsai, Liverpool
  • North of England Bonsai, Darlington
  • Mendip Bonsai Studio, Somerset


Larix decidua

Crataegus monogyna
Über das restliche Schaugelände ging ich nur kurz. Die Schaugärten zu sehen war zwar nett, aber ich war eigentlich nur wegen der Bonsai hier. Außerdem war die Show so ziemlich genau wie letztes Jahr mit denselben Firmen und Baumschulen/Gärtnereien. Einzig die Schaugärten waren anders.


Abends fuhren wir wieder nach Hause. Es war ein zwölf Stunden Tag gewesen und obwohl ich die meiste Zeit nur den Stand betreut hatte, fühlte ich mich ziemlich ausgelaugt. Ständiges Lächeln und freundliches Unterhalten kann offenbar sehr viel Energie verbrauchen. Ich war froh zu Hause zu sein. Armer Barry machte das die ganze Woche lang.

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