Donnerstag, 6. Januar 2011

Planungsphase I - Ausstellungsdesign für RHS Hampton Court Palace Flower Show 2011

Mittlerweile haben wir uns ordentlich Gedanken gemacht, wie wir unsere Ausstellungsfläche nutzen wollen. Da das generelle Thema für die Ausstellung der National Collections im Plant Heritage Marquee "The Living Library" ist, sollte unsere Präsentation idealerweise dementsprechend aussehen.

In dem Zelt werden etwa zwölf Aussteller mit ihren jeweiligen National Collections anwesend sein, nebenan in der zweiten Hälfte des Zeltes die Rosengärtnereien wie Pococks und Rosenzüchter wie David Austin. Unsere zur Verfügung stehenden Fläche soll ca. 3,65 x 3,65m (12 x 12ft) bemessen. Recht groß im Vergleich zu Romsey Show 2010 im letzten Jahr, wo wir nur eine 1 x 2,5m große Fläche hatten.

Gemäß dem Thema also haben wir uns überlegt, unsere Ausstellung als lebende Enzyklopädie aufzubauen. So soll die Fläche ein massives Buch darstellen, aus dessen die Pflanzen herauswachsen. Dabei soll die Gestaltung an sich einem Waldrand mit Pfad gleichen. In etwa so:


Da wir als Sir Harold Hillier Arboretum allein zwölf National Collections besitzen, hauptsächlich Baume und Sträucher, wollen wir zu jeder Sammlung zwei Exemplare zeigen. Das macht 24 Pflanzen. Damit wird die vorhandene Fläche plötzlich ganz klein. Hinzu kommen Dekorationspflanzen, welche untergepflanzt werden müssen, damit man möglichst wenig nackte Erde sieht und außerdem die Szene des Waldrandes glaubwürdiger erscheint. Außerdem muss zu jeder Pflanze ein Schild aufgestellt werden, damit Besucher darüber lesen und lernen können. Oben in der Skizze durch das Pult veranschaulicht. Denn die Botschaft von Plant Heritage lautet: Lehren und Wissen teilen.

Soweit so gut. Drei Probleme galt es zu lösen.
  1. Woher die Bäume nehmen? Unsere Sammlungen im Garten sind sehr speziell und selten, manche Arten nicht kommerziell in Baumschulen verbreitet. Wenn nicht auf dem Markt verfügbar, mal eben ausgraben und nach London fahren geht ja nun mal auch nicht.
  2. Wie verwirklichen wir das "Buch", ohne dass es schrottig/billig aussieht, auseinander fällt bzw. zu teuer wird?
  3. Wie verwirklichen wir die Interpretation pro Pflanze? Lehrpulte sind zu groß und klobig. Kleine selbsgedruckte Schilder sind zu unleserlich oder auch nicht "gut" genug.
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