Sonntag, 20. Mai 2012

Ratten im Garten

Neulich habe ich Kratzspuren im Garten bemerkt. Da dachte ich zunächst an eine Katze, die vielleicht ihren Kot vergraben wollte. Dann bemerkte ich eine Mulde unter Nachbars Zaun und eine ähnliche auf der anderen Gartenseite. Hier rennt irgendetwas durch, dachte ich.

Manchmal des Nachts hatte ich wohl seltsame Laute gehört. Ich bin mir sicher, dass Füchse oder Dachse im Dunkeln herumschleichen. Vor allem hatte ich auch schon Kothaufen im Garten entdeckt, die weder von Katze oder Hund stammen. Aber beides wäre zu groß für die Kratzspuren, besonders da kein Fuchs oder Dachs an Pflanzen im Beet interessiert wären.

Kaninchen kratzen sehr viel, allerdings war kein Hasenkot zu finden und außerdem war meine Lupine viel zu gesund und blättrig, als das ein Kaninchen zu Besuch gewesen wäre.

Daher blieb leider wohl nur noch ein Tier übrig: Ratten. Was habe ich mich gefreut!
Die Gartenhütte steht auf Ziegelsteinen und bietet damit ein optimales Zuhause für Ratten. Manches Mal roch es auch stark darunter. Somit deutet alles darauf hin, dass wir tatsächlich Ratten im Garten haben. Jedoch gibt es bei uns nichts zu fressen oder von allgemeinem Interesse, folglich haben sie auf der Durchreise und aus Langeweile bei mir im Garten gekratzt, fressen sich aber anscheinend bei den Nachbarn durch.

Die Ratten letztlich mit Gift loszuwerden, war dann doch keine Option für mich. Denn sobald diese Sippe abgeschafft wäre, würde nur die nächste Rattenfamilie einziehen. Das eigentliche Problem ist der Müll bei den Nachbarn. Solange es dort genug zu Fressen gibt, hat es keinen Zweck wieder und wieder viel Geld für Rattengift auszugeben. Und da der Garten nur von mir gemietet ist, kann ich auch nicht die Gartenhütte abreißen und auf einem vernünftigen Betonfundament setzen, statt der Ziegelsteine. Von daher werde ich mit den Ratten leider leben müssen.

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