Dienstag, 5. Juni 2012

Angriff Sommersonnenseite

Während Genny heute fleißig den Boden im Gemüsebeet kultiviert hat, um danach die Erbsen und Physalis zu pflanzen (und hauptsächlich Kiesel sammelte), habe ich angefangen auf der "Sonnenseite" des Gartens aufzuräumen.



Die massiv verbreiteten Taglilien mussten weg, der Goldröschenstrauch gezähmt und das Efeu vom Zaun. Wie sich schnell zeigte war das Efeu dann auch im Rasen und in den Sträuchern zu finden und hatte sich mit dicken Wurzeln und Stamm fest etabliert. Zudem hatten sich Akeleien überall versät. Wildnis im eigenen Garten sozusagen.

Die Rasenkante habe ich mit einem Halbmond Stecheisen geschnitten. Ich muss zugeben, dass ich mich sehr mit den englischen Rasenkanten angefreundet habe. Als ich das erste Mal nach Großbritannien kam und ich zum ersten Mal eine solche Rasenkantenschere in der Hand hielt, konnte ich mich vor Lachen kaum halten und musste ständig über die Briten mit dem Kopf schütteln. Nun ist das Rasenkantenschneiden natürlich meine wöchentliche Aufgabe auf der Arbeit im Sir Harold Hillier Arboretum and Gardens, so dass es nichts Besonderes mehr für mich ist. Ziemlich schnell konnte ich aber die Notwendigkeit und vor allem auch die Schönheit in der definierten Trennung zwischen Rasen und Beet erkennen. Heute würde ich immer eine englische Rasenkante in meinem Garten haben wollen. Ich finde es gibt dem Garten mehr Stil und Klasse.



Nachdem nun die Taglilien und das Efeu ausgegraben waren, hieß es Muscari-Zwiebeln und Steine aufsammeln. Immer wieder fand ich Wurzelgeflechte der Ackerwinde. Zum Schluss grub ich die Erde um und mischte Kompost unter, um die Qualität des Bodens zu verbessern und außerdem den Höhenunterschied zwischen Rasen und Beet auszugleichen. Die Sträucher zur Rechten ließen wir zunächst unberührt.

Endlich begann der spaßige Teil: Pflanzen platzieren und einpflanzen. Beim Umzug hatte ich Stecklinge von Gennys Lieblingspflanzen aus ihrem Garten vermehrt. Dazu gehörte Salbei, Zitronenmelisse, Fetthenne und Fenchel. Da wir beide Kräuter extrem lieben und dieses Beet den ganzen Tag volle Sonne bekommt, war dies der ideale Platz für unseren Kräutergarten. Hinzu kam Schnittlauch, Rosmarin und ein kleiner Currystrauch, gemischt mit einem kleinen (!) Überbleibsel der Taglilien und eine weiße Küchenschelle Pulsatilla vulgaris 'Alba'. Im Vordergrund haben wir ein wenig Platz für Oregano gelassen.


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