Samstag, 30. Juni 2012

Meine Bonsai Aufzeichnungen

Vor ca. zwei Jahren hatte ich angefangen Aufzeichnungen über meine Bonsai zu erstellen. Denn so langsam wurde mir bewusst wie viel Information nach Jahren bereits verloren gegangen war und durch meine Zeit als Student im Sir Harold Hillier Arboretum and Gardens wurde mir außerdem die Wichtigkeit der Informationen für die Zukunft bewusst. Zumindest wenn ich das "Hobby" des Bonsai-/ und Pflanzensammelns ernsthaft, professionell und dauerhaft betreiben wollte.

Idealerweise wollte ich die Aufzeichnungen digital erstellen, sprich in einer Art Datenbank auf dem Computer. Leider reichte mein Wissen nicht aus, eine praktikable Datenbank zu erstellen, bzw. der Zeitaufwand schien enorm. Außerdem sollte die Datenbank einfach erreichbar sein, wenn man schnell etwas nachschauen oder eintragen wollte. Der Computer macht das Leben zwar in vielen Situationen einfacher heutzutage, erfordert aber Elektrizität, ist unhandlich in Sachen Mobilität (selbst ein Laptop, dadurch dass man immer Angst haben muss er wird geklaut, begrenzt es somit die Nutzung), und benötigt mindestens doppelt so viel Zeit wie ein altmodisches Karteikartensystem um neue Eintragungen zu machen oder vorhandene Informationen abzurufen.

Dazu also hatte ich mir mit Absicht ein simples Karteikartensystem ausgedacht. Ein ausrangierter Karton diente als Aufbewahrungsort.
Mein System beinhaltete eine Referrenznummer, unter welcher der Bonsai schnell zu finden war. Zum Beispiel besitze ich mehrere Ginkgo biloba von verschiedenen Quellen und Alter etc. so dass nur der Name alleine als Einsortierung nicht ausreichte. Auf der Vorderseite sollten allgemeine Informationen über die Pflanze stehen, wie etwa Länderursprung, bevorzugte Bodenverhältnisse oder zu welchem Zeitpunkt der Bonsai in meine Sammlung kam und in welchem Zustand, sei es Baumschulware, Geschenk oder Wildfund.
Auf der Rückseite dann sollte die Historie als Bonsai stehen, also alle Arbeiten die ich an dem Bonsai durchgeführt habe, chronologisch nach Datum notiert. Dazu gehörten Arbeiten wie Umtopfen, Schnittmaßnahmen aller Art, Schädlingsbefall, Messungen der Höhe oder Stammumfang usw.

Frühzeitig musste ich dann feststellen, wie zeitaufwendig es war, die Kartei herzustellen. Vor allem auch wie mühselig es war verlorene Information wiederzuerlangen. Viele Einzelheiten blieben ein Ratespiel und können nur noch als grobe Richtung dienen. Aus diesen Gründen blieben meine Karteikarten bald für lange Monate halb angefangen unberührt im Karton.

Nun da meine Sammlung wieder um einiges gewachsen ist und auch um einiges reifer geworden ist, starte ich nun einen neuen Versuch. Wieder einmal heißt es verlorene Information aus meinen Erinnerungen zu graben. Dieses Mal in Form einer Tabelle am Computer (neben meinen Notizzetteln), damit die Information auch auf meiner Webseite zur Verfügung steht.

Somit bin ich also wohl für den ganzen Tag beschäftigt heute, meine Notizen zu durchforsten und eine neue Inventurliste meiner kleinen Baumschule zu erstellen. Das Ergebnis erfahrt ihr wie immer hier, und natürlich dann auch später auf meiner Webseite www.botaniquarium.eu

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