Sonntag, 29. Juli 2012

Mini-Gewächshaus gekauft

Schon immer wollte ich ein Gewächshaus haben. Vorwiegend zum Vermehren (über Stecklinge, Samen etc.), aber auch um möglicherweise frostempfindlichere Pflanzen sicher zu überwintern. Leider ist in meinem Garten kein Platz, weswegen ich bereits auf einen Komposthaufen verzichten muss. Statt dessen habe ich eine kleine Wurmfarm und ernte dort fleißig Wurmsaft. Aber vor allem gehört der Garten mir nur im Sinne, dass ich ihn mit der Wohnung miete und dementsprechend keine strukturellen Änderungen vornehmen darf (z.B. Gartenhütte sinnvoller platzieren und generell den vorhandenen Platz effektiver nutzen).

Somit habe ich gedanklich ein wenig mit realisierbaren Optionen im Rahmen der Möglichkeiten getüftelt und mir dann ein Mini-Gewächshaus gekauft, das klein genug ist, um hinter die Gartenhütte zu passen und dennoch groß genug ist für meine Zwecke.


In den örtlichen Gartenzentren hatte ich schon länger solche Gewächshäuser gesehen und damit geliebäugelt. Für 40 Pfund gehörte schießlich ein Botanico Let's Grow 5 Tier Greenhouse mir. Mit den Maßen: 193cm (H) x 59cm (B) x 45cm (T) passte es exakt in die kleine Lücke zwischen Gartenhaus und Nachbars Zaun. 

Das Aufbauen ging sehr einfach und schnell. Jetzt kann ich die Regale mit Pflanzen füllen. Meine einzige Sorge ist momentan, dass womöglich die Ratten, welche unter der Gartenhütte leben, mir ins Gewächshaus krabbeln, weil es nach unten hin offen ist. Nun habe ich zwar alte Glasplatten gefunden und damit die Lücken abgesperrt, aber Ratten sind bekanntlich sehr schlau. Ich hoffe das Ganze ist denen zu uninteressant.

Zur Überwinterung von Pflanzen eignet sich dieses Gewächshaus allerdings eher nicht. Denn die Plastikfolie um das Gestell ist nicht dick genug bzw. nur einlagig. Deswegen habe ich mir gedacht, dass ich für den Winter extra Vlies und Folie darüber legen werde. Damit müsste es zwischen Hütte und Zaun dann relativ geschützt sein, so dass hoffentlich der wenn auch selten englisch harsche Frost den empfindlicheren Pflanzen dann nicht schaden kann.

Samstag, 28. Juli 2012

Solent Bonsai Society - das Juli-Treffen

Gestern habe ich die erste der drei Bonsaigruppen besucht (siehe auch Blogeintrag "Örtliche Bonsai Clubs"). Die Solent Bonsai Society trifft sich jeden letzten Freitag im Monat in Fareham, Wallington Village Hall.



Natürlich wurden wir direkt als Neulinge erkannt. Angesichts unseres jungen Alters (im Vergleich zu den anwesenden älteren Herrschaften), wurden wir gefragt, ob wir denn wirklich an Bonsai interessiert wären oder uns womöglich vertan hätten. Amüsiert bestätigten wir unser Interesse und wurden dann freundlich willkommen geheißen.

Keith kümmert sich im Vorstand um die Mitglieder. So beantwortete er gleich alle unsere Fragen zum Thema. 18 Pfund kostet der Jahresbeitrag, plus bei jedem Treffen bezahlt man einen Pfund dazu. Absolut ok wie ich finde.

Schnell fand ich dann auch heraus, dass die Eastleigh-Gruppe doch noch existiert und sich nach wie vor jeden Monat trifft. Der Mangel an Information im Internet zu dieser Gruppe ist bei allen bekannt, aber scheinbar findet sich niemand, der Zeit und Willens ist (bzw. das Wissen hat) eine solche Webseite zu betreiben. Daher die veraltete Seite von 2000.

Das Thema an jenem Abend war "Kritik". So brachten die Mitglieder ihre Problembäumchen mit, um die verschiedenen Gestaltungs- und Pflegemöglichkeiten in der Gruppe zu diskutieren. Klang vielversprechend. Derweil saugte ich die Erscheinungen der mitgebrachten Bonsai auf. Mein Favorit war eine Buche in Floßform. Ich hatte schon seit längerem über einen Bonsai in Floßform nachgedacht. Nun einen in Natura zu sehen war einfach nur wunderschön.

Zu Beginn jedoch gab es eine kleine Auktion, bei der man aussortierte Bonsaischalen ersteigern konnte. Unter anderem war ein ehemaliges Mitglied verstorben und vererbte nun seine Topfsammlung an die Mitglieder. Manche Schalen waren aber auch noch unbenutzt, so dass die Noch-Besitzer einfach ihre ungewollten Schalen anboten. Viele Schalen waren sehr gute Markenware, einige auch billige Gartencenterware, aber alles gute Qualität.

Was mir nicht bewusst war, bis zu dem Zeitpunkt, wie penibel diese Schalen behandelt und erhalten werden. Sorgfältig wurde jede Schale begutachtet. Die Farbe und das Muster in der Lackierung spielen eine wichtige Rolle zu entscheiden, welche Seite der Schale die Vorderseite ist. Auch Informationen wie der Herstellungsort (japanisch oder chinesisch) und Hersteller bzw. Vorbesitzer wurden mit der ganz eigenen Schalen-Geschichte erzählt. Oftmals wurde nach Kennzeichnungen am Boden der Schale gesucht (Stempel, Gravierungen etc), welche die Qualität, Alter und Wert der Schale bestätigte. Jede Schale schien ein ganz eigener wertvoller Schatz zu sein, wo am Ende der darin wachsende Baum schon fast wertlos erscheint.

In dem Wissen wie teuer solche Schalen normalerweise im Laden wären, war ich gespannt für welche Preise diese nun versteigert wurden. Überraschend billig! Die meisten gingen für nur eine Handvoll Pfund weg, viele aber auch für nur 1-2 Pfund. Die beste Gelegenheit an gute Schalen zu gelangen, steigerte ich fleißig mit (meine erste Auktion übrigens). Am Ende hatte ich eine ganze Kiste voll Schalen für den Preis von einer brandneuen Standardschale, hätte ich diese in einem Fachgeschäft gekauft. Unter anderem waren darunter zwei Schalen von Mac Penson, jenem verstorbenen Bonsai-Enthusiast, der scheinbar unter Kennern eine bekannte Größe gewesen war.


Zugleich gab es ein paar Akzentpflanzen zu kaufen. Bisher hatte ich nicht viel um Akzentpflanzen gegeben, da ich meine Bonsai ohnehin nicht ausstelle (noch nicht). Allerdings gab es dort auch Miniaturbambus. Fasziniert erfragte ich später Details über Kreation und die Pflege und ist nun auf meiner Wunschliste.

Im Grunde funktioniert das Bonsaiprinzip auch mit den Akzentpflanzen, die häufig nichts weiter als normale Gartenstauden oder Farne sind, die durch den begrenzten Wurzelraum und konituierliches Schneiden klein gehalten werden.

Später bei fortgeschrittenem Abend wurde schließlich kritisiert. Der jeweilige Bonsaibesitzer brachte seinen Bonsai nach vorne und stellte seine Gestaltungsidee vor. Danach konnte jeder seine eigene Meinung dazu beisteuern und fachliche Tipps geben. Sehr interessant, und sogar nur beim zugucken und zuhören sehr lehrreich. Ich kann es kaum erwarten Tipps und Ratschläge zu meinen eigenen Bonsai zu bekommen.

Insgesamt erschien die Gruppe klein, aber sehr charmant, freundlich und organisiert. 26 Mitglieder sind derzeit Teil des Vereins. Es wird jährlich an mehreren Ausstellungen teilgenommen, sowie eine eigene Ausstellung veranstaltet. Das Wissen, das vermittelt wird, ist gehobene Qualität meiner Meinung nach. Daher war die Entscheidung am Ende leicht sich dem Verein anzuschließen. Und ich freue mich auf das Augusttreffen, wenn ein Gastsprecher über heimische Bäume reden wird.

Freitag, 20. Juli 2012

Wie robust sind Bonsai?

Die eigentliche Frage lautet: Kann man in einem kühlen, nassen Sommer Yamadori (Bonsai aus der Natur) ausgraben? Die Antwort darauf werde ich in den nächsten Wochen, spätestens aber im nächsten Frühling bekommen.

Üblicherweise sollte man Yamadori in ruhendem Stadium ausgraben, nicht wenn sie aktiv wachsen. Also im Winter oder Frühjahr vor dem Laubaustrieb, nicht im Sommer. Trotzdem wollte ich herausfinden, ob es bei kühl-nasser Witterung nicht doch möglich wäre. Immerhin haben Pflanzen, genau wie alle anderen Lebewesen, den Drang zu überleben. Somit formuliert sich die Frage auch: Wie stark ist die Überlebenskraft von diesen Yamadori? Ein Experiment gewissermaßen.

Nette Bekannte haben mir ihren kleinen, privaten Wald zur Verfügung gestellt bzw. mir Erlaubnis gegeben dort nach Bonsai zu suchen und auszugraben. Dort stehen hauptsächlich Pseudotsuga menziesii, Tsuga heterophylla, Ilex aquifolium, Betula pendula und einige wenige Fagus sylvatica und Taxus baccata. Der Wald ist relativ unberührt, nur einmal im Jahr wird dort Totholz gesammelt, Brombeeren oder Nesseln beseitigt.

Der Wald ist voll von Sämlingen, die über kurz oder lang ohnehin von Menschen entfernt werden, weil unerwünscht. Warum also nicht diese kleinen Bäume vor dem Komposthaufen retten? So streifte ich durch den lichten Wald und fand massenweise Material für mein Experiment; und wenn erfolgreich, sehr schöne Exemplare für meine Sammlung. Ein Versuch war es wert.



Am Ende hatte ich ca. 30 kleine Sämlinge, darunter allerdings 3-4 ältere Exemplare der Tsuga heterophylla und eine wunderschöne Buche Fagus sylvatica, die von Rehwild "professionell" in Bonsaiform getrimmt wurde. Ich bin auf das Ergebnis gespannt. Bisher hat es wieder fleißig geregnet, was dem Experiment nur hilft, wenn auch die Wettervorhersage nun sonnig und warm aussieht für die nächsten Tage. So werde ich meine Gießkanne bemühen müssen. Dennoch hat aber soweit noch kein Yamadori angefangen zu welken oder sonstige Stresssymptome gzeigt. Toi, toi, toi!




Donnerstag, 19. Juli 2012

Centenary Border - Thankyou

Wenn auch das Projekt "Centenary Border" noch nicht vollständig abgeschlossen ist, sind dennoch alle großen Arbeiten erledigt. Somit gab es Anlass diese Fertigstellung zu zelebrieren. Alle freiwilligen Helfer und das Team wurden eingeladen, bei Kaffee/Tee und Kuchen gelobt zu werden. Neben dem Direktor Wolfgang Bopp und Chefgärtnerin/Head Gardener Fran Clifton, bedankte sich auch Roy Lancaster ausführlich bei jedem.

Natürlich begann Roy seine Dankesrede mit ein paar exotischen Pflanzen und erzählte die jeweilige Geschichte dazu. Zum Beispiel brachte er Lilium regale mit und erzählte wie Ernest Wilson vor fast 100 Jahren durch Chinas Berge streifte, aber am Ende einen seiner Unterschenkel durch Steinschlag verlor. Seither nannte er wohl seinen Beinstummel den "Lilien-Stummel". Oder er erzählte die Besonderheit über Impatiens pseudoviola und übergab Barry zwei Stecklinge.

"Was hat das alles mit Centenary Border zu tun?" fragte Roy. Er leitete damit zum Hillier Garten über, und erzählte Geschichten aus der Zeit, als er Kurator war und wie Centenary Border sich über die Jahrzehnte gewandelt hat. Wolfgang hatte dazu alte Fotos aus dem Jahr 1965 mitgebracht.

Kollegen und Freiwillige feiern mit Roy Lancaster


Zum Schluss hatte ich eine kurze Gelegenheit Roys persönlichen Fotos seiner kürzlichen Reise nach Sichuan, China zu gucken. Den Bildern zu urteilen eine fantastische Reise in die feuchtnassen Berge Chinas, die voller unbekannten Pflanzen sind. Häufig zeigte Roy auf ein Bild und sagte: "Diese ist noch unbekannt. Wir konnten keinen Namen finden." Ein neuer Traum für mich noch einmal nach China zu reisen, dann aber mit botanischen Aspekten.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Mein Acer griseum Bonsai





Bonsai Acer griseum
Acer griseum im Juni 2012
Ursprung:
Zentrales China, in den Provinzen Gansu, Henan, Hubei, Hunan, Shaanxi, Shanxi und Sichuan, Höhenlagen von 1500 – 2000m

durchlässige, sandig-lehmige Böden, bevorzugt sauer bis neutral, toleriert auch noch schwach alkalisch
Alter & Herkunft:
seit Sommer 2010 bei mir, als wilder Sämling gefunden (geschätzte 2 Jahre alt), bei Sir Harold Hillier Arboretum and GArdens, Romsey, UK
Historie:
10. Juni 2010 - Umtopfen in 9erC

15. April 2012 - Umtopfen in kleine, ovale Bonsaischale
...

Ab jetzt auch oben in meiner Bonsailiste zu finden. Link: http://j-greengarden.blogspot.co.uk/p/meine-bonsai.html

Samstag, 14. Juli 2012

Neues Gras

Eigentlich ist es die total falsche Jahreszeit Rasen jetzt einzusäen. Normalerweise würde man bis zum Herbst damit warten. Aber angesichts des miesen Sommers (kühle Temperaturen und Dauernass), habe ich mich entschieden Rasenreparaturen schon jetzt durchzuführen. Umso mehr Zeit bleibt dem Rasen dann sich für den Winter vorzubereiten. Bewässern sollte kein Problem sein, das es ja ständig regnet.

Am Zaun entlang gab es einen dichten Streifen voller Unkraut, den ich vor ca. zwei Wochen mit RoundUp Glyphosate gespritzt hatte. Nun liefen bereits frische Unkrautkeimlinge auf, so dass ich die Fläche erneut von Unkraut befreien musste, dieses Mal von Hand. Die dicken Moospolster harkte ich mit dem Rechen aus und streute danach den Samen aus.

Et voilá! Nun kann der Rasen wachsen.



Freitag, 13. Juli 2012

Örtliche Bonsai Clubs

Ich habe mir überlegt mich nun ernsthafter mit Bonsai zu beschäftigen, in dem Sinne, dass ich meinen Horizont erweitern möchte und erfahre, was andere Bonsailiebhaber machen. Es gibt viele Wege nach Rom, habe ich immerhin meine ganz eigene Art meine Bonsai aufzuziehen. Allerdings interessiert mich welche Möglichkeiten es gibt. Wie sieht der "professionelle" / kommerzielle Weg aus? Wie bekommt man seine Bonsai fit für Shows? Und so weiter, und so weiter. Erfahrungsaustausch ist immer wichtig.

Auf meiner Suche bin ich auf drei Bonsai Clubs in der Umgebung gestoßen.


Die Webseiten der einzelnen Clubs haben bereits viel verraten. Beispielsweise ist die Webseite aus Eastleigh mehr eine privat geteilte Einrichtung und seit 2000/2002 nicht mehr aktualisiert. Ob es den Verein noch gibt, weiß ich also nicht, es sei denn ich versuche es mit der angegebenen Email-Adresse.

Da machte die Salisbury-Webseite schon einen besseren Eindruck. Wie es scheint, besteht die recht kleine Gruppe vorwiegend aus älteren Herrschaften. Aber immerhin unternehmen sie jährlich eine Reise zu Bonsai-Baumschulen und veranstalten monatliche Treffen, Diskussionen und Lehrgänge. Die Mitgliedschaft würde 12Pfund im Jahr kosten.

Der dritte im Bunde aus Fareham schien die aktuellste Webseite zu sein. Diese Gruppe scheint mit einer der größten britischen Bonsai-Baumschule (Herons Bonsai - http://www.herons.co.uk/) in Verbindung zu stehen. Allerdings gibt es dort keine Informationen über Mitgliedschaften. Vielleicht also kostenlos? Auch hier trifft man sich einmal im Monat.

Ich denke ich werde die Fareham-Gruppe als erstes besuchen, weil diese von mir aus am nächsten liegt und auch recht einfach zu erreichen ist. Allerdings findet das Treffen zwischen 7.30 und 10pm statt, sehr spät an einem Freitagabend.
Danach werde ich die Salisbury-Gruppe erkunden. Hier ist es ein Montag, ähnliche Zeiten.

Montag, 9. Juli 2012

Wurmsafternte

Meine Wurmkultur arbeitet hervorragend! Die Würmer brauchten zwar zu Beginn ein wenig Zeit sich anzusiedeln, aber nun nach einem Jahr ist die ganze "Wormery" voll mit sich fleißig vermehrenden Würmern. Neben den "tiger worms" Eisenia fetida, die mit dem Behälter geliefert wurden, habe ich weitere vom Angelzubehör gekauft, um eben den üblich langsamen Start ein wenig zu beschleunigen. Diverse Regenwürmer aus meinem Garten habe ich auch einfach in die Wurmfarm getan.

Schnell füllte sich die erste Schicht, da wir reichlich Gemüse verzehren und außerdem ab und an Müll aus dem Nagerkäfig dazu kommt. Also Kartoffelschalen, Reste von Karotten, Zucchini, Gurke, geschredderte Bananenschalen, Zeitungspapier, Laubblätter aller Art und Brotreste. Schon bald kam die zweite Ebene dazu.

Den ersten Winter haben meine Würmer gut überstanden. Die Wurmtonne hatte ich am Zaun im Schatten windgeschützt aufgestellt in der Hoffnung, dass dort eben das Klima, wenn auch nur minimal, aber dennoch etwas milder ist. Zum Glück war der Winter allerdings nicht so kalt, so dass nicht viele Würmer gestorben waren. Ansonsten hätte ich mir wohl mehr Mühe gegeben die Wurmfarm mit Luftpolsterfolie und Vlies abzudecken. Jetzt in den Sommermonaten sind die Würmer wieder voll aktiv.

Meine Wormery

Mittlerweile habe ich geschätzte 15l Flüssigdünger abgezapft. Jede Woche ergibt es im Durchschnitt zwischen 0,5 - 1l, die ich meist direkt verwende. Den Wurmsaft verdünne ich 1:10 und gebe ihn dann so auf Tomaten oder meine Bonsai. Somit ermöglicht die Wurmkultur eine kostenlose Premiumdüngung pro Woche. Erst heute habe ich noch eine 200ml Flasche Bonsaidünger im Handel gesehen, die dann schlappe 4,99 Pfund kosten sollte. Und wieder beim abendlichen Füttern meiner Würmer ins Fäustchen gelacht!

Sonntag, 8. Juli 2012

Bonsais nummeriert

Im Zuge meiner aktualisierten Bonsai-Aufzeichnungen und das Vergeben von Referenznummern zum leichteren archivieren und wiederfinden, habe ich meine Bonsai also nun endlich mit kleinen Schildchen ausgestattet.



Bereits bei meinem ersten Versuch Informationen über meine Bonsai zu archivieren, hatte ich mir Schilder zu gleichem Zwecke angeschafft. Allerdings waren diese unheimlich groß, um nur eine Nummer zu tragen (jedoch zu klein um den vollen Pflanzennamen zu tragen) und waren immens dominant im Vergleich zu dem kleinen Topf und dem Miniaturbaum. Gefiel mir ganz und gar nicht. Außerdem verwuschen die Nummern recht schnell, trotz wasserfestem Permanentmarker. War also nichts.

Seit der RHS Hampton Court Palace Flower Show 2011 besitze ich einen professionellen Etikettendrucker von Brother, mit dem ich meine Namensschilder drucke. Aber einfache kleine Nummern wollte ich damit dann doch nicht drucken. Das kann man auch fix selber schreiben.

So kamen mir diese kleinen Saatschildchen gerade gelegen, kosteten 1,49 Pfund pro 50 Stk. und einen Bleistift gab es auch noch dazu. Jetzt gilt es zu sehen, ob der Bleistift auch dem Wetter trotzen kann. Im schlimmsten Falle muss ich dann doch die Nummern mit meinem Brother drucken.

Samstag, 7. Juli 2012

Mein Ginkgo biloba Bonsai






Bonsai Ginkgo biloba
Ginkgo biloba im Juni 2012
Ursprung:
China, in den Provinzen Anhui und Zhejiang

tiefgründige, nährstoffreiche, sauer bis alkalische Böden in Laub und Nadelmischwäldern
Alter & Herkunft:
seit Februar 2005 bei mir, als 2x.v. 9erC 40/60 bekommen (demnach vermutlich 2003 vermehrt?) von Peter Harder Pflanzenhandel, Ellerhoop, D
Historie:
18. März 2006 - Umtopfen von 9erC in 5l

05. April 2008 - Umtopfen von 5l in 7,5l, Leittrieb rausgeschnitten

11. Febr. 2010 - Umtopfen von 7,5l in flache, ovale Bonsaischale, Wurzelschnitt und Triebe auf 2-3 Knospen, oben kürzer

11. Febr. 2010 - Höhe ab Basis 63cm, STU Basis 11cm

08. Jan. 2012 - Formschnitt

15. April 2012 - Umtopfen in eckige Bonsaischale, mit Wurzelschnitt
...

Ab jetzt auch oben in meiner Bonsailiste zu finden. Link: http://j-greengarden.blogspot.co.uk/p/meine-bonsai.html

Dienstag, 3. Juli 2012

Aktuelle Bonsai-Aufzeichnungen fertig

Inventur abgeschlossen. Ergebnisse können in Kurzform hier im Tab Bonsai oder ausführlicher auf Botaniquarium.eu Bonsailiste begutachtet werden.

Insgesamt befinden sich momentan 79 Exemplare in meiner Sammlung. Viele davon sind noch unter fünf Jahre alt und damit noch nicht formiert. Viele nutze ich auch einfach zum Erfahrung sammeln und "herum spielen". Erst nach vielen Jahren wird sich zeigen was gut war und was nicht. Aber gerade das finde ich macht der Reiz aus. Ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel.

Mein nächstes Ziel in Sachen Aufzeichnungen ist: für jeden Bonsai ein Profil mit Historie anlegen. Auf bald also (:

Montag, 2. Juli 2012

Niederschlag Juni 2012

Ort: Romsey, Hampshire, UK

Messungszeitpunkt: täglich um 8.00 Uhr morgens

Gesamtniederschlagsmenge im Juni: 161,1mm

Sonntag, 1. Juli 2012

Juli: Wichtige Gartenarbeiten

Generelle Gartenarbeiten:
  • den Garten für eventuelle Urlaubsabwesenheit vorbereiten
    • automatisches Wässerungssystem installieren
    • Früchte und Gemüse ernten
    • Gewächshauspflanzen düngen
    • reichlich wässern
  • Unkraut ziehen/hacken
  • nach Krankheiten und Schädlingen Ausschau halten und sofort Gegenmittel nutzen.

Rasen:
  • die Schnitthöhe erhöhen während der Sommerhitze, damit das Gras auch ohne wässern länger grüner bleibt
  • möglichst den Rasen nicht bewässern, es sei denn Trockenheit und Hitze halten lange an

Bäume, Sträucher und Kletterpflanzen:
  • Rosenblüten nach der Blüte entfernen, Triebe evtl. schneiden
  • Lavendel zum Trocknen schneiden
  • Philadelphus und Wisteria zurückschneiden
  • weiterhin Stecklingsvermehrung von Sträuchern möglich
  • schnellwachsende Hecken wie zB. Liguster oder Lonicera schneiden

Blütenstauden:
  • verblüte Blüten von Beetpflanzen und Rosen entfernen 
  • Blütenstände von Stauden wie zB. Lupine und Rittersporn abschneiden
  • vergreiste Schwertlilien können jetzt geteilt werden
  • Stauden düngen
  • Samen von Steingartenpflanzen, Stauden oder Alpenveilchen ernten und lagern
  • herbstblühende Zwiebelpflanzen pflanzen
  • verwelkte Blüten von einjährigen entfernen, regelmäßig wässern
  • Begonienknospen ausknipsen

Balkon:
  • regelmäßig wässern, düngen und welke Blüten entfernen

Gemüse und Kräuter:
  • weiterhin Zeit zum Aussäen von: Karotten, Erbsen, Frühlingskohl, Kohlrabi. Salat, Radieschen, Chicoree,
  • regelmäßig wässern während Trockenperioden
  • Gemüse ernten sobald es reif ist, Wurzelgemüse ist im Boden länger haltbar
  • Kräuter ernten, trocknen oder einfrieren

Früchte:
  • in Trockenperioden gut bewässern
  • Erdbeerbeet aufräumen, junge Ableger neu pflanzen für nächstes Jahr
  • Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren ernten
  • Fruchtstände ausdünnen falls notwendig

Unter Glas:
  • Pflanzen täglich wässern falls notwendig
  • für gute Lüftung sorgen, besonders an warmen Tagen !
  • regelmäßig Oberflächen und Luft zur Kühlung befeuchten
  • evtl. eine weitere Schicht Schattierungsfarbe auftragen
  • Sämlinge von Zweijährigen und winterblühenden Pflanzen pikieren
  • Fuchsien anbinden
  • winterblühende Alpenveilchenknollen wieder einpflanzen und leicht angießen, damit sie langsam anfangen zu wachsen
  • Früchte und Gemüse im Gewächshaus ernten
  • mehr oder öfter düngen, da die Pflanzen bei der Wärme nun schneller wachsen

Wasser:
  • für gute Sauerstoffzufuhr im Teich sorgen (durch Springbrunnen oder durch das entfernen von "Sauerstoffnutzern" wie Algen etc.)
  • das Wasser nachfüllen falls zu viel verdunstet ist
  • Wasserlilien teilen



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