Donnerstag, 9. August 2012

Aesculus x carnea gefällt

Die vergangenen zwei bis drei Jahre schon wurde die rote Kastanie Aesculus x carnea im Heidegarten zunehmend vergreister und gefährlicher, da immer mal wieder unvorhergesehen Äste abbrachen und potentiell auf die Köpfe der Besucher hätten fallen können. Ebenfalls wurde die Holzlast an sich zu groß, weil der Baum außerdem mit Holzwucherungen (Baumkrebs) übersät war.

sehr alte Aesculus x carnea

 Als Erinnerung aus John Hilliers Kindertagen (es war sein Lieblings-Kletterbaum), wurde die Entscheidung über eine mögliche Fällung immer wieder hinausgeschoben. Nach den letzten stürmischen Tagen im Frühsommer allerdings hingen die schweren, alten Äste immer tiefer herab und auch das Laub wurde zusehends dünner, so dass am Ende der Baum gefällt werden sollte. Aus meiner Sicht eine überfällige Entscheidung.

Unser neues Baum-Team Matt und Will hatten damit rund anderthalb Tage zu tun. Und ehe man sich versah war die Kastanie auch schon weg. Ging am Ende ziemlich schnell.





Im Stammquerschnitt konnte man schließlich eine deutliche Trennung zwischen dem toten, trockenen und dem lebenden, feuchten Holzbereich sehen. Kein Wunder also, dass Teile des Baumes über die letzten Jahre kaum noch Blätter trugen, Holzteile angefangen hatten zu faulen und der Baum stellenweise auseinander bröckelte.

Nun ist an der Stelle natürlich ein riesiges Loch. Plötzlich ist so viel Licht da. Im Winter werden wir den Stammüberrest herausfräsen und damit Platz für eine potentielle Neupflanzung machen. Aber die Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen. Vielleicht bleibt es auch einfach nur Rasen. Ich persönlich fände es gut, denn der Heidegarten ist meiner Meinung nach viel zu voll mit Sträuchern und Bäumen, was die Heide überschattet und außerdem nicht wirklich dem Charakter eines Heidegarten gerecht wird.

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