Freitag, 28. September 2012

Solent Bonsai Society - das September-Treffen

Heute waren nur etwa 15 Mitglieder zum monatlichen Society-Treffen erschienen. Selbst unser Vorsitzender Kenny war wegen Krankheit nicht anwesend. Deswegen auch relativ unorganisiert, Arthur versuchte zu vertreten. Eine kleine nette Truppe also.

Weil die ToM (Tree of the Month) Kategorie dieses mal Herbstfarbe und/oder Früchte war, dachte ich mir, wage ich eine Teilnahme am clubinternen Wettbewerb. Mein Acer griseum sieht momentan einfach wunderschön aus. Ich erwartete nicht wirklich neben den erfahrenen Vereinsmitgliedern etwas zu gewinnen, aber dabei sein ist alles und war ja nur "just for fun".

Acer griseum in beginnender Herbstfärbung
Eingeladen zum heutigen Abend war Collette Harrison, welche ich eine Woche zuvor das erste Mal bei ihr zu Hause besucht hatte. Sie sollte über Bonsai sprechen und die richtige Schalenwahl. Bloß die Bonsai hatte sie irgendwie vergessen, so dass sie statt dessen Unmengen Töpfe und Schalen mitbrachte und somit nur darüber sprach.

Dennoch interessant, weil ich schon immer wissen wollte, wo denn genau der Unterschied zwischen japanischen und chinesischen Schalen liegt. Kurz: es gibt keinen.
Collette klärte uns auf. Sie schien allerdings oftmals hauptsächlich zu mir zu sprechen, wo ich doch Neuzugang im Verein war und sie davon ausging, dass alle anderen sich eher langweilten.

So sprach sie über japanische Schalen (Tokoname Ware), koreanische Schalen (TongRae) und Plastikschalen. Mica gibt es nicht mehr sagt sie, wie auch die beiden Firmen Tokoname und TongRae, die beiden letzteren wurden von den Chinesen aufgekauft. Überhaupt erzählte sie viel von Firmenaufkäufen durch die Chinesen, sei es in Sachen Schalen oder auch Werkzeugen, und wie seither die Qualität den Bach herunter geht, wenn nicht sogar die aufgekauften Firmen selbst nach ein paar Jahren. Der starke Qualitätsverlust schreckt eben Kunden dauerhaft ab. Da ist ein über Generationen hart erarbeiteter Ruf in kürzester Zeit zerstört. Im Falle von Tokoname Ware währte die Tradition 2000 Jahre bis die Firmenänderungen durch die Chinesen kamen.


Sie erklärte und zeigte uns auch die verschiedenen Tonarten, woran man die Qualität und oft auch die Herkunft der Schale erkennen kann. Je dunkler und feiner der Ton, aus welcher die Schale hergestellt ist, desto höher die Qualität und ebenso desto höher der Preis normalerweise.

Natürlich konnten wir am Ende all diese Schalen anfassen, bewundern und vor allem kaufen, weswegen Collette wohl hauptsächlich gekommen war. Ich fand zwei schöne Schalen, deren Lackierung und Maserung mir gefiel. Eines muss man sagen: Collettes Preise sind wirklich vernünftig! 3,99 - 4,99 für eine kleine Schale, da habe ich in anderen Geschäften auch schon 12,99 für eine ähnliche Schale gesehen. Jetzt wo ich eine bessere Vorstellung von Qualität habe...

Ürbigens: mein kleiner Acer griseum hat am Ende doch tatsächlich den ersten Platz belegt - ABER auch nur weil sonst niemand am Wettbewerb teilgenommen hat.  Was solls, Platz 1 bleibt Platz 1 !


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