Mittwoch, 31. Oktober 2012

Herbst im Sir Harold Hillier Garden

Während der Mittagspause gestern bin ich ein wenig auf Motivjagd gegangen. Ca. 55 Bilder habe ich auf meiner Hillier Facebook-Fanseite hochgeladen. Ansonsten hier ein kleiner Ausschnitt der Herbstbilder:





Tautropfen an Acer x conspicuum

Tricyrtis formosana

abgeschnittene Gunnera manicata

Liquidambar styraciflua


Ahörner

Dienstag, 30. Oktober 2012

Neues Mitgied bei Blooming Blogs

Habe vor ein paar Tagen von Andrew eine Einladung zu seiner neuen Platform bekommen. Blooming Blogs ist für alle Blogs über Garten und Pflanzen. So treffen sich dort Blogger weltweit, können Freundschaften schließen, sich in Gruppen zu einem bestimmten Thema sammeln, sich Nachrichten schreiben und ihre neuen Posts in einer Linksammlung verbreiten.

Das Ganze erfolgt in einem Punktesystem. Das heißt für jede Aktivität gibt es Punkte. Wofür die Punkte allerdings gut sind, ist momentan noch nicht klar,  bis auf die Inidzierung, dass derjenige mit den meisten Punkten auch am aktivsten online ist.

Hingegen anderen Platformen, kann man hier allerdings als Nicht-Mitglied keine Informationen einsehen. Möchte man Blogs lesen oder kennen lernen, ist dies ausschließlich registrierten Membern vorenthalten.

Auch hier muss mich erst einmal an die neue Oberfläche gewöhnen.



Freitag, 26. Oktober 2012

PCI 26. October 2012

1. Acer griseum - Sapindaceae
Acer griseum
This Chinese Paper Maple, as it is commonly known, is one of the most beautiful of trees for its amazing, cinnamon, peeling bark and certainly earns its place in the winter garden, entertaining those who see it through the cold, dull month of winter. However, it is for the autumn colour that we look at this tree at this time of year. In this small forest of Maples you will notice varying degrees of colour, this is not only due to the difference in age of the trees, but also because all these trees are individuals. This species is grown from seed as it is the only commercially viable form of propagation. Thus, no two seedlings are alike.

Der chinesische Zimt-Ahorn, wie er allgemein bekannt ist, ist einer der schönsten Bäume für seine zimtfarbene, abblätternde Rinde und verdient sicherlich seinen Platz im Wintergarten; diejenigen erfreuend, die ihn im kalten, grauen Monat des Winters sehen. Allerdings ist dieser Baum momentan für seine Herbstfarbe interessant. In dieser kleinen Gruppe von Ahörnern sehen Sie unterschiedliche Farbschattierungen nicht nur weil die Bäume verschieden alt sind, sondern auch, weil alle diese Bäume Individuen sind. Sie wurden aus Samen gezogen, da dies die kommerzielle Form der Fortpflanzung ist. Somit sind keine zwei Sämlinge gleich.

2. Acer palmatum - Sapindaceae
The Japanese Maple is probably one of the most often grown, non-native tree for autumn colour. There are many hundreds of varieties available with a vast range of leaf shapes, sizes and colours, but the true species is in itself an aweseomly beautiful tree in autumn. The intricate, attractive leaves will turn from a pale green to deepest red over several months through the autumn. Colour is best in acidic soils, but they will grow quite happily in alkaline soils too, but maybe in some cases not producing as good autumn colour as in acidic substrates. Container cultivation is an option and very successfully practised.

Der japanische Ahorn ist wahrscheinlich eines der am häufigsten angebaut, non-native Baum für Herbstfärbung. Es gibt viele Hunderte von Sorten zur Verfügung mit einer breiten Palette von Blattformen, Größen und Farben, aber die wahre Art ist an sich ein aweseomly schönen Baum im Herbst. Die komplizierten, attraktive Blätter werden von einem hellgrünen bis zum tiefsten Rot über mehrere Monate wiederum durch den Herbst. Farbe ist am besten in sauren Böden, aber sie werden ganz glücklich wachsen in alkalischen Böden zu, aber vielleicht in einigen Fällen nicht produzieren so gut Herbst Farbe in sauren Substraten. Container Anbau ist eine Option und sehr erfolgreich praktiziert.

3. Acer x conspicuum 'Silver Cardinal' - Sapindaceae
Acer x conspicuum 'Silver Cardinal'
Another stunning Maple. This species belongs to the group known as the 'Snake bark Maples'. Very beautiful trees whose bark is striated with white or green and it is this which is said to resemble snakes skin. This tree is a hybrid between the Chinese Acer davidii and the North Americam Acer pensylvanicum. The variety 'Silver Cardinal' is particularly outstanding with its heavily variegated leaves, pink stem tips and two tone green and yellow bark. A rare tree worth growing if you can find it.

Ein weiterer wundervoller Ahorn. Diese Art gehört zu der Gruppe, welche als "Schlangenhaut Ahörner" bekannt ist. Herrliche Bäume, deren weiß oder grün gestreiften Rinde die Ähnlichkeit einer Schlangenhaut gibt. Dieser Baum ist eine Kreuzung zwischen dem chinesischen Acer davidii und dem Nordenamerikanischem Acer pensylvanicum. Die Sorte 'Silver Cardinal' zeichnet sich besonders durch seine intensiv bunten Blätter, den rosa Triebspitzen und der zweifarbig grün-gelben Rinde aus. Ein seltener Baum, der es absolut wert ist, wenn Sie ihn finden können.

4. Sorbus sargentiana - Rosaceae
The autumn colour on this Chinese species of Mountain Ash is quite outstanding. This thick stemmed species is very attractive in bud. The thick, sticky buds stand out with their dark red protective coverings. The fruits that are produced on mature trees are red in colour and also a prominent feature. This plant was grown from seed collected in China by the eminent plants man Roy Lancaster.

Die Herbstfarbe dieser chinesischen Ebereschenart ist ganz hervorragend. Diese dickstämmige Art hat außerdem sehr attraktive Knospen, welche klebrige, dunkelrote Schutzabdeckungen tragen. Die Früchte sind in der Farbe rot und auch ein hervorstechendes Merkmal. Dieses Exemplar wurde aus Samen gezogen, welche der bedeutende Pflanzensammler Roy Lancaster in China gesammelt hatte.

5. Stachyurus praecox - Stachyuraceae
We often highlight this shrub for its pendulous racemes of lemon yellow flowers in the spring. However, this Asian beauty, trained by the Victorians as a wall shrub, display very attractive autumn colour too. Although hardy, late frosts can damage flowering, so best grown in a sheltered position.

Oft heben wir diesen Strauch im Frühjhar wegen seiner hängenden, zitronengelben Blütenrispen hervor. Jedoch zeigt diese asiatische Schönheit, die Viktorianer zogen diesen Strauch an einer Wand, eine sehr attraktive Hebrstfarbe. Obwohl frosthart, können Spätfröste die Blüte beschädigen, daher wohl am besten in einer geschützten Lage pflanzen.

6. Catalpa speciosa - Bignoniaceae
This is a North American species of the 'Indian Bean Tree'. The flowers are a lot larger than those of the common species, but are generally fewer in number. It is the fruits that are particularly attractive at this time of year and allow the tree to really live up to its name. The 'beans' will remain on the tree well in to the winter and so extend the season of interest. Catalpas are also good trees to use in smaller gardens as they can be coppiced or pollarded, two pruning methods that can be used to control growth habit.

Dies ist eine nordamerikanische Art des 'Trompetenbaumes'. Die Blüten sind viel größer als die der gewöhnlichen Art C. bignonioides, sind aber im Allgemeinen weniger zahlreich. Es sind die Früchte, die jetzt besonders attraktiv sind. Die "Bohnen" am Baum bleiben bis weit in den Winter und verlängern so die interessante Jahreszeit. Catalpas können auch in kleineren Gärten verwendet werden, denn durch Schnitt können sie jährlich gestutzt und damit klein gehalten werden.

7. Viburnum fordiae - Adoxaceae
Viburnum fordiae
This species of Viburnum is native to China and is reasonably inconspicuous for most of the year, but then during the autumn and early winter, it gives the most spectacular display of glossy red fruits. The fruits on the species are more persistent than many others and do not generally appeal to birds.

Diese Art von Schneeball stammt aus China und ist einigermaßen unauffällig für die meiste Zeit des Jahres, aber dann im Herbst und frühen Winter, zeigt sie spektakulär glänzende, rote Früchte. Die Früchte hier sind beständiger als manch andere Art und werden in der Regel von Vögel verschmäht.

8. Nerine bowdenii 'Alba' - Amaryllidaceae
This is the white flowering form of the species (normally deep pink), although the flowers in truth, have a hint of light pink in them. Native to South Africa and often seen flowering in the Drakensburg mountains south of Johannesburg. There are 30 species of Nerine, but N. bowdenii is probably the hardiest in our climate. The flowers are smaller, similar versions of the Amaryllis, to which it is related. Other species, including those with red flowers, can be grown as house plants.

Dies ist die weiß blühende Form der Art (in der Regel tief rosa), obwohl die Blüten tatsächlich einen Hauch von rosa tragen. Heimisch in Südafrika, kann man die Blüten oft in den Drakensburg Bergen, südlich von Johannesburg sehen. Es gibt 30 Arten von Nerine, aber N. bowdenii ist wahrscheinlich die frosthärteste in unserem Klima. Die Blüten sind kleiner als die ähnliche Amaryllis, eine Verwandte der Familie. Andere Arten, einschließlich derer mit roten Blüten, können als Hauspflanzen gezogen werden.

9. Sorbus vestita - Rosaceae
This attractive autumn fruiting tree is known as the Himalayan Whitebeam. Masses of yellow fruits are held on leafy branches in September through to November. This is a chunky, large fruit and probably the best fruit display of Whitebeams.

Die attraktiven Herbstfrüchte am Baum sind als 'Himalaya-Mehlbeeren' bekannt. Massen von gelben Früchten an belaubten Zweigen zeigen sich ab September bis November. Die Früchte sind groß und damit wahrscheinlich der beste Fruchtschmuck innerhalb der Mehlbeeren.

10. Eucalyptus parvifolia - Myrtaceae
This is one of the very hardiest non-snow-gum eucalyptus, along with E. gunnii. Generally a rather small tree of 35-55ft; in cultivation it is somewhat variable and may grow into quite an impressive-sized specimen with considerable crown diameter and attractive spreading, semi-weeping branches. In addition it has attractive smooth bark. Both juvenile and adult stems are used for cut foliage. Like E. gunnii it will also grow in waterlogged, infertile soils and it is lime-tolerant as well as it hybridizes freely with other species. Very adaptable, suitable for a wide variety of soil types and situations, and heat-tolerant when well irrigated.

Dies ist eine der frosthärtesten Eukalyptus-Arten, ähnlich E. gunnii. Generell ein eher kleiner Baum von 10-15m. In Kultivierung jedoch variiert der Wuchs und kann eine recht beeindruckende Größe mit erheblichem Kronendurchmesser und attraktiv ausladenden Ästen erreichen. Darüber hinaus ist die Rinde sehr dekorativ. Beide, junge und reife Zweige werden als Schnittgrün verwendet. Wie E. gunnii wächst auch E. parvifolia in nassen, unfruchtbaren Böden und toleriert Kalk. Eine Kreuzung mit anderen Arten innerhalb der Gattung bildet auf natürliche Weise Hybriden. Der Baum ist außerdem sehr anpassungsfähig, geeignet für eine Vielzahl von Bodentypen und Standorte und toleriert Hitze, wenn gut bewässert.


Donnerstag, 25. Oktober 2012

Absage für den Vermehrer-Job

Am Mittwoch ließ mich David ziemlich lange zappeln. Erst spät am Nachmittag, kurz bevor ich nach Hause ging, saß ich endlilch in seinem Büro, um mir das Ergebnis mitzuteilen. Weil er so lange gewartet hatte, wurde ich das Gefühl nicht los, dass ich nicht den Job bekam.

Und so war es dann auch. Ich wurde zweite Wahl. Immerhin zweite von fünf. Trotzdem war ich natürlich sehr enttäuscht, hatte ich doch große Hoffnungen gehabt. David gab mir dann Feedback und erklärte die Gründe weshalb sie sich am Ende für jemanden anderes entschieden hatte. Tatsächlich war ich im ersten Teil des Bewerbungsgespräches sehr stark, so dass ich da auf den ersten Platz von fünf kam.
Der zweite Teil des Gespräches mit Barry war überraschenderweise miserabel. Dass ich nicht perfekt gewesen war, wusste ich, aber so schlecht eingestuft hätte ich mich nicht. Barry stufte mich auf Platz vier von fünf ein. Meine Theorie wäre perfekt gewesen, aber an der Praxis hättes es gehapert. Grundsätzlich keine Grund mich abzulehnen, aber eben im Vergleich mit den anderen Kandidaten war ich da nicht gut genug. Besonders meine Stecklinge wären schlecht gewesen - und da wurde ich stutzig. Von allen Vermehrungsmethoden waren Stecklinge meine Expertise, hatte ich in meinem Leben bereits Millionen Stecklinge schneiden müssen und war es auch die Vermehrungsmethode, die ich zu Hause erfolgreich anwende (wenn ich nicht gerade herum experimentiere). Seltsam... ich war sehr überrascht.

Nun so war es am Ende der Grund, weshalb ich im Gesamtergebnis nur auf Platz zwei kam. Schade. Trotz der Enttäuschung hatte ich durch das Bewerbungsgepräch einiges Neues dazu gelernt.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Das Vorstellungsgespräch

Dienstag morgen war es dann soweit. Gleich um acht Uhr war ich die erste, die auf Herz und Nieren geprüft wurde. Zunächst fragten mich Fran und David, meine beiden Chefs, über Allgemeines. Z.B. Wie pflanzt man einen Baum? Warum ich glaube die richtige Person für den Job zu sein. Mit welchen Fähigkeiten ich die Baumschule verbessern würde? Wo sehe ich mich in meiner Karriere in der Zukunft?
Im Grunde hatte ich nichts zu verlieren, hatte ich doch bereits einen Job. Dennoch war ich nervös. Wahrscheinlich weil ich wusste, dass die Erwartungen an mich höher waren, da ich ja nun schon im Garten arbeitete und damit eine gewisse Qualität liefern sollte.Und weil dieser Job mir viel bedeutete, ich wollte den unbedingt bekommen.
Es lief alles gut. Ich hatte eine gutes Gefühl.

Der zweite Teil des Bewerbungsgespräches war in einem anderen Raum mit Barry. Er als Vermehrer prüfte mein Wissen über Pflanzenvermehrung. Dort musste ich einen kleinen Pflanzentest machen und ihm dann zusätzlich erzählen mit welcher Methode ich die jeweilige Pflanze vermehren würde. Hier war ich etwas nervöser und unsicher. Es gibt so viele Wege eine Pflanze zu vermehren, aber welcher ist der beste, schnellste oder effektivste Weg, das wusste ich nicht. Also gab ich zu im Zweifelsfalle immer in einem Buch nachzuschlagen. Ich hatte das Gefühl nicht genug Zeit zum erklären der verschiedenen Vermehrungsmethoden und Pflegeanleitung zu haben. Denn die Theorie kannte ich sehr gut, durch meine Ausbildung und mein Studium. Einzig die professionelle Praxis fehlte mir, weswegen ich mich auf diese Stelle beworben hatte.
Barry war freundlich, zeigte mir aber auch wenn meine Antworten gut oder schlecht waren.

Ich wusste am Ende nicht so recht was ich ergebnismäßig erwarten konnte. Der erste Teil war super meiner Meinung nach, der zweite Teil hätte besser sein können, aber trotzdem würde ich mich im oberen Drittel einstufen.

Insgesamt waren sieben Leute zum Vorstellungsgespräch geladen, ausgewählt von vierzehn Bewerbern. Letztlich waren nur fünf Personen erschienen, von denen vier eine Verbindung mit dem Garten hatten, sei es als Schüler/Student, Angestellter oder als ehrenamtlicher Helfer beim Hillier Garten gewesen. Ich persönlich finde dies eine schlechte Quote.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Subtropische Studienreise geplant

Nachdem ich im Abbotsbury Subtropical Garden zu Besuch war, wollte ich unbedingt einen Weg finden, dort zu arbeiten. Denn der Garten hatte mich wirklich tief beeindruckt. Sei es nun kurzzeitig im Austausch mit einem Kollegen, ein Praktikum oder langfristig angestellt. Irgendwie, hauptsache ich hatte Abbotsbury in meinem Lebenslauf stehen und käme in Kontakt mit den Leuten dort, abgesehen vom allgemeinen Lerneffekt und der immensen neuen Erfahrung, die ich bekommen würde.

Meine Team-Kollegin Nereida ihrerseits wollte unbedingt das Stipendium-Angebot nutzen bevor es verfällt, mit ähnlichem Effekt der Erfahrungserweiterung und Lebenslaufaufpolierung. So kam es, dass wir beides miteinander kombinierten. Wir sprachen mit unseren Chefs, holten Ratschläge und Tipps ein und schon war unser subtropisches Projekt ausgedacht. Wir füllten die Bewerbungsformulare für verschiedene Stipendien aus, schrieben Emails an Kontakpersonen und dachten über die tatsächlichen Details unseres Projektes nach, das zur Zeit wie folgt aussieht:

Innerhalb zwei Wochen wollen wir drei verschiedene Gärten besuchen, um dort subtropische bzw. frostempfindliche Pflanzen zu studieren. In der näheren Umgebung liegen Ventnor Botanic Garden, Abbotsbury Subtropical Gardens und weit im Norden liegt Logan Botanic Garden. Alle drei Gärten profitieren vom Einfluss des Golfstromes und liegen in einem Mikroklima, infolgedessen es das Kultivieren von subtropischen und frostempfindlichen Pflanzen ermöglicht. Alle drei Gärten sind für ihre einmalige Pflanzensammlung bekannt und alle drei habe ich bereits als Besucher gesehen.

Das Ausmaß der Studienreise ist allerdings weitreichender als einfach nur den Garten zu besuchen. Schon allein für das Stipendium müssen wir etwas handfestes am Ende vorweisen, aber auch für uns soll es natürlich mehr als nur eine bezahlte Urlaubsreise werden. Immerhin wollen wir studieren! Somit ist der Plan Pflanzenlisten pro Garten zu erstellen, um potentielle Unterschiede in der Variationsbreite der kultivierten Pflanzen aufzuzeigen. Möglicherweise wachsen in Logan keine Bananenstauden, dafür aber mehr Palmenarten als in den südlichen Gärten, nur so als Beispiel. Außerdem wollen wir Wetterdaten recherchieren, inwieweit sich die Standorte unterscheiden. Und ganz wichtig auch: wir wollen herausfinden, welche Pflanzen in Sachen Gestaltung gut miteinander kombinierbar sind und ob es einen Unterschied im Pflegeaufwand zwischen den uns bekannten frostharten und den subtropischen Pflanzen gibt.

Das Ganze soll nächsten Sommer stattfinden, müssen aber jetzt schon alles planen. Vorerst heißt es auf Antwort von den Stipendien zu warten, ob wir überhaupt finanzielle Unterstützung bekommen. Und wenn ja, wie hoch fällt sie aus? Es ist erstaunlich wie teuer zwei Wochen sein können, dabei haben wir nicht einmal nach fünf-Sterne Hotels Ausschau gehalten, sondern nach billigen Jugendherbergen und B&Bs. Ein Großteil wird natürlich das Benzin sein, wenn wir ganz England durchqueren, um nach Schottland zu kommen.

Ich bin jedenfalls schon ganz aufgeregt und freue mich tierisch darauf. Also Daumen gedrückt für die Stipendien!

Sonntag, 21. Oktober 2012

Pflanzenvermehrung auf YouTube

Ich habe mich in den letzten Tagen ein wenig intensiver mit Pflanzenvermehrung beschäftigt. Der Grund ist eine mögliche Veränderung in meinem Job und damit hoffentlich ein kleiner Karriereaufschwung.

Neben Büchern habe ich auch YouTube durchstöbert. Wer diese Platform kennt, weiß auch wie viel Müll dort auf den Servern lagert. In Sachen Pflanzenvermehrung gibt es ebenso viel Schrott. Zumeist ist die Videoquailtät derart schlecht (verpixelt oder wilde Kameraschwenks), dass man kaum erkennen kann, was derjenige zeigen möchte, mal abgesehen von kaum hörbaren gemurmelten Worten.

Aber selbst eine gute Videoqualität bedeutet nicht, dass der Lern- oder Informationsinhalt auch gut ist. Ich hatte tatsächlich Schwierigkeiten brauchbare Videos zum Thema Pflanzenvermehrung zu finden. Allerdings war dann doch Licht am Ende des Tunnels, denn der YouTube-Channel "GartenFernsehen" hat zahlreiche hochqualitative Videos produziert. Alle diese Videos können auch auf der gleichnamigen Webseite www.gartenfernsehen.de angeschaut werden.

Im Ganzen gesehen, sind die englischen Videos allerdings besser. Meiner Meinung nach wird dort besser erklärt was passiert. Der Vollständigkeit halber habe ich jene ans Ende dieses Posts eingetragen.

Hier ein paar DEUTSCHE Videos:

Grün ist Leben, eine konventionelle Baumschule produziert Kirschlorbeer - Kulturanleitung
http://www.youtube.com/watch?v=y3jY2OmPaEc

Rosen veredelen durch Okulieren mit Baumschule Stange - gartenfernsehen.de
http://www.youtube.com/watch?v=PoFh7V6gmng

Apfel Winterhandveredelung (Kopulation) mit Baumschule Cordes - Gartenfernsehen.de
http://www.youtube.com/watch?v=glW6vQk-Mj8

Steckholz Vermehrung mit Baumschule Andresen - Gartenfernsehen.de
http://www.youtube.com/watch?v=UetY6S5BTh0

Schefflera Steckling
http://www.youtube.com/watch?v=qixpSSSz-fA


Hier gute ENGLISCHE Videos.

Oklahoma, air layering on roses
http://www.youtube.com/watch?v=Uwq5CrMjDcw

Rose cuttings dipped in honey
http://www.youtube.com/watch?v=FzxfMK1UA9U

Graham Potter, air layering a mature Malus Bonsai
http://www.youtube.com/watch?v=CREGA3jxGJE

Chip budding cheated with cutting device
http://www.youtube.com/watch?v=oPWI9XBERJM

Top wedge graft on an old nectarine tree
http://www.youtube.com/watch?v=qTtXmBVsolY

Follow up 2 month later
http://www.youtube.com/watch?v=tjb4N83YG5k

Follow up 6 month later
http://www.youtube.com/watch?v=Nc66DxVtiAA

Semi-ripe cuttings
http://www.youtube.com/watch?v=0_PfaNO1k_Q

Samstag, 20. Oktober 2012

Neue Aufgabe im Job?

Es gibt ein paar Änderungen bei mir auf der Arbeit. Unser derzeitiger Vermehrer Barry Clarke wird seine Vermehrungstätigkeiten in unserer garteninternen Baumschule aufgeben und statt dessen ins Büro umziehen. Dort wird er die Arbeit von Jo fortsetzen. Diese hatte, nachdem unser Botaniker Allen Coombes 2009 nach Mexiko abgewandert war, die Datenbank als Halbtagskraft für etwas mehr als zwei Jahre betreut. Nun ist auch Jo weiter gezogen, seither ist viel liegen geblieben.

Barry leidet unter zunehmenden Rückenbeschwerden, weswegen er körperlich nicht mehr schwer arbeiten sollte. Daher ist sein neuer Titel nun "Botany & Plant Records". Er wird sich demgemäß um die Datenbank und die Beschilderung der Pflanzen kümmern; und wie er es bisher auch getan hat, die Schüler und Studenten betreuen.

Das bedeutet aber auch, jemand wird für die Vermehrungseinheit gebraucht. Obwohl wir nichts kommerziell vermehren, sprich keine Pflanzen massenweise produzieren, um sie in Geld umzusetzen, ist es dennoch notwendig die vorhandenen Exemplare innerhalb des Arboretums am Leben zu erhalten. Im Falle von Sturmschaden, Altersschwäche etc. kann das verbliebene Material meistens noch zur Vermehrung genutzt werden bzw. kann direkt mit einer vorhandenen Pflanze aus unserer Baumschule ausgetauscht werden.

Die Vermehrungsbaumschule innerhalb des Garten beherbergt somit kleine Stückzahlen, meist nur ein oder zwei Exemplare, dafür aber eine breit ausgedehnte Palette von unterschiedlichen Arten. Alle Pflanzen haben einen hohen Wert innerhalb der Sammlung für den Garten. Einige davon selten, weil echte Sammlerstücke oder weil in der Heimat bedroht, manche davon auch vom original heimatlichem Standort gesammelt und damit kostbarer als Standardware aus dem Gartencenter. Manche auch Tauschware von anderen botanischen Gärten oder Pflanzensammlern und damit einmalig in der Sammlung innerhalb des Arboretums, aber womöglich auch einmalig innerhalb Englands.

Da ich mich schon seit Langem für die Vermehrung generell interessiere, im Zuge meiner Karriere in konventionellen Baumschulen gearbeitet und vermehrt habe, nicht zu vergessen wegen meiner Bonsai auch so einiges selber in meinem privaten Garten vermehre, habe ich mich auf die Stelle beworben. Am kommenden Dienstag ist mein Vorstellungsgespräch.

Das ist der Grund weshalb ich momentan in allen erreichbaren Büchern über Vermehrung stöbere (und weniger blogge, für alle, die sich gewundert hatten). Mein Wissen aus der Ausbildung und dem Universitätsstudium muss dringend aufgefrischt werden. Plus ein kleiner Schub in Sachen Pflanzenkenntnis im Allgemeinen kann ja auch nicht schaden. So wälze ich Bücher in der Bibliothek und durchsuche Videos auf YouTube zu dem Thema.

Letzteres ist bekanntlicherweise mehr oder weniger eine Schlammschlacht, denn dort gibt es viel - sehr viel Schrott. Wer sich mit der Materie in keinsterweise auskennt und sich an YouTube hält, lernt dabei leider meistens das Falsche, mal abgesehen von der schlechten Qualität vieler Videos, wo man selten erkennen kann worum es geht. Striktes Selektieren ist hier extrem wichtig, mehrheitlich fallen die hoch geladenen Videos durch - wie gesagt, keine große Überraschung. In meinem nächsten Post werde ich die wenigen YouTube-Schätze, die ich gefunden habe, auflisten und beschreiben.

Ob ich am Ende allerdings überhaupt den Posten bekomme, steht natürlich noch nicht fest. Obwohl ich bereits im Garten arbeite, meine Chefs mich also persönlich über Jahre kennen (und mögen), ist das ja noch lange keine Garantie. Bevorzugt behandelt werden möchte ich nicht, weswegen ich mich gerne bei allen anderen Bewerbern einreihe. Somit gewinnt letztlich der/die Bessere wie es sich gehört. Zum Glück habe ich nichts zu verlieren. Falls ich im Vergleich zu meinen Mitbewerbern nicht gut abschneiden sollte, bleibt alles beim Alten wie es vorher war. Falls ich aber gewinnen sollte, werde ich zwei Tage in der Woche meinen jetzigen (alten) Job machen und den Rest der Woche drei Tage in unserer kleinen Baumschule arbeiten.

Ich bin schon richtig gespannt wie die Sache ausgeht. Würd mich immens freuen, wenn alles nach Plan läuft !!

Freitag, 19. Oktober 2012

† Manuel Gonzales verstorben

Für mich war es ein Schock Manuel Gonzales' Todesmitteilung zu lesen. Am 11. Oktober 2012 erlag Manuel mit 58 Jahren einem Herzinfarkt. Am 19. Oktober war seine Beerdigung.
"A man with such enthusiasm for everything he truly will be missed. Not only was Manuel the Heart of Wessex Bonsai, but also a father and husband. My thoughts other than being in complete shock are with his family at this sad time."
Manuel at 25th Anniversary Bonsai Show Salisbury

Manuel traf ich zum ersten Mal auf der 25th Anniversary Salisbury Bonsai Show. Dort hatte er an einer Kiefer eine Art der Gestaltung demonstriert. Ich lernte ihn als sehr freundlichen, humorvollen und äußerst hilfsbereiten Menschen mit ausgezeichneter Expertise kennen.
Nur zwei Monate später nach meiner ersten Bekanntschaft mit Manuel ist er von uns gegangen. Ich bin mir sicher, dass der Verlust für seine Familie und Freunde extrem sein muss, denn sogar ich kann den großen  Verlust spüren.

Manuels Bonsai sind momentan in den Händen seines Heimat-Bonsai Vereins die Wessex Bonsai Society in Bournmouth. Um ihm Ehre zu gebühren stellte der Verein Manuels Bäume auf der Heathrow Bonsai Show aus. Dort gewann Manuel das FOBBS Certificate of Merit für seine Eibe. (FOBBS = Federation of British Bonsai Society)

Taxus baccata, Manuel Gonzales, Certificate of Merit, Quelle: bonsai4me.com

Seine Bonsai können außerdem auf der Webseite der Wessex Society betrachtet werden. Später soll es eine Auktion geben, wo neue Besitzer für die Bonsai gesucht werden. Ich werde wohl nicht die finanziellen Mittel haben, einen seiner Bäume zu kaufen, denn ich vermute seine Bonsai werden für mehrere hundert Pfund, wenn nicht sogar im tausender Bereich veräußert werden.


Manuels Bonsai

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Neues Mitglied bei Blotanical

Bin vor ein paar Tagen über Blotanical.com gestolpert. Eine schöne Sache wie ich finde. Diese Webseite dient dazu seinen Blog zu verbreiten, ähnlich wie es Blog-Zug.com tut.

Allerdings sind hier nur Gartenblogs vertreten, was ich sehr gut finde. Denn bei Blog-Zug beispielsweise sind nur wenige Gartenblogs eingetragen, davon scheinbar noch weniger aktiv. Mehrheitlich sind dort Trends, Schminke und Mode vertreten - nicht so mein Ding.

Jetzt bin ich mal gespannt, muss mich in Blotanical eingewöhnen, mein Profil erstellen usw. Werde später natürlich berichten wie es läuft.


Mittwoch, 17. Oktober 2012

Neuer RHS Plant Finder 2012/2013

Der neue RHS Plant Finder für 2012/2013 ist raus und kann ab sofort in allen Buchläden bestellt oder natürlich im Internet gekauft werden.

Das Buch beinhaltet alle Pflanzennamen, die von der RHS verifiziert wurden, und britische Baumschulen, welche diese Pflanzen anbieten. Jährlich gibt es eine neue Kopie mit den aktuellesten Änderungen (Namensänderungen etc.).

Ich persönlich kaufe nicht jedes Jahr, kann mit ein paar älteren Namen leben. Allerdings insgesamt kann ich das Buch als wichtige Referenz sehr empfehlen. Gerade wenn man nach eine speziellen Pflanze sucht oder nicht weiß wo man eine Besonderheit kaufen kann, braucht man nur im RHS Plant Finder nachschlagen.

Für alle die gerne am PC recherchieren, gibt es die ganze Variante natürlich auch online umsonst hier.



Dienstag, 16. Oktober 2012

Meine Bonsai Herbstfarben 2012

Das Wetter ist nach wie vor recht seltsam, so dass die Pflanzen auch weiterhin verwirrt sind. Sei es Azaleen, die jetzt im Herbst blühen, obwohl sie bereits im Frühjahr (zur normalen Zeit) voll geblüht hatten; oder Abelien und andere Blütensträucher mit ähnlichen Symptomen. Manche gar hatten sich teilweise herbstlich verfärbt und sich dann doch wieder entschlossen mit frischen Knospen auszutreiben.

Vermutlich sind deshalb auch meine Bonsai nicht 100%ig auf der Höhe. Mein sonst so prachtvoller Ginkgo scheint zwischen den Jahreszeiten stecken geblieben zu sein. Da ist sehr wenig Herbstfarbe zu sehen, eher ein Misch-masch, dass man auch als Nährstoffmangel werten könnte. Meine Lärchen hingegen hatten sich entschieden, direkt ohne Herbstfarbe die Nadeln abzuwerfen. Dennoch gibt es ein klein wenig Farbe zu sehen.

Acer griseumLiriodendron tulipifera

Komposition aus verschiedenen Ahörnern und Tulpenbaum

Montag, 15. Oktober 2012

Kein virtueller Gartenkus gewünscht

Ok, wie es aussieht ist niemand an einem virtuellen Gartenkurs interessiert. Bei zahlreichen Aufrufen keinen Kommentar zu bekommen, ist da ein eindeutiges Ergebnis.

Vorheriger Post: "Gartenkurs gewünscht?"


Freitag, 12. Oktober 2012

PCI 12. October 2012

1. Decaisnea fargesii - Lardizabalaceae
Decaisnea fargesii
This is a rather exotic looking shrub native to China. The strange, long, pea-like, blue pods have given rise to the common name of "Dead Man's fingers"! The flowers that bloom in the spring, are delicate, lemon yellow and star-shaped. They look quite beautiful as they hang from long chains or racemes. The fruits may give the appearance of being poisonous, but the flesh is actually edible and fairly sweet. This isn't a common plant in this country and may be considered an oddity, but its exotic look and appeal make it a must have plant for any exotics lover.

Dies ist ein eher exotisch aussehender Strauch aus China. Die seltsamen, langen, erbsenähnlichen, blauen Hülsen haben Anlass zu dem Namen "Dead Man's Fingers = Finger des toten Mannes" gegeben! Die Blüten, welche im Frühjahr erscheinen, sind zart, Zitronengelb und sternförmig. Sie sehen sehr schön aus, wie sie an langen Ketten oder Trauben hängen. Die Früchte können einen giftigen Eindruck erwecken, das Fleisch aber ist tatsächlich essbar und ziemlich süß. Diese Pflanze ist nicht häufig anzufinden und kann als eine Art Kuriosität mit ihrem exotischem Aussehen angesehen werden. Ein Muss für alle Exoten-Liebhaber!

2. Hamamelis vernalis 'Sandra' - Hamamelidaceae
Witch Hazels are most often admired for their exotic, long petalled blooms that carry a heavy scent in winter. However, some varieties also have amazing autumn colour. 'Sandra' is one of the best autumnal shades, gradually turning from pale green to deep red over several months. The Garden has the National Collection of Hamamelis.

Zaubernüsse werden häufig für ihre exotischen, langen, schwer duftenden Blütenblätter bewundert. Doch einige Sorten haben auch erstaunliche Herbstfärbungen.  Die Sorte 'Sandra' ist mit eine der besten herbstlichen Farbtönen, welche sich allmählich von hellgrün bis dunkelrot über mehrere Monate verfärbt. Der Garten hat die National Collection of Hamamelis.

3. Zelkova serrata - Ulmaceae
This beautiful, large canopied tree is native to China, Japan and Korea and is a member of the Elm family. The distinct, elongated and serrated leaves give wonderful autumn colour. This is a stately, medium sized tree, yet in Japan it is often the subject of Bonsai cultivation.

Dieser schöne, großkronige Baum stammt ursprünglich aus China, Japan und Korea; und ist ein Mitglied der Ulmen Familie. Die klaren, länglich und gezackten Blättern geben eine wunderbare Herbstfärbung. Normalerweise ist dies ein stattlicher, mittelgroßer Baum, aber in Japan wird er oft zum Bonsai gezogen.

4. Cornus 'Porlock' - Cornaceae
This must be one of the finest of the flowering Dogwoods. A wonderful hybrid between Cornus kousa and Cornus capitata. Most admired for its mass of flowers in late spring, but it should also be recognised for its autumn colour and, most importantly, its bright red, strawberry-like fruits. The fruits are edible and have a taste reminiscent of pineapple.

Dies muss eines der Besten der blühenden Hartriegel sein. Eine wunderbare Kreuzung zwischen Cornus kousa und Cornus capitata. Meistens wegen der übermäßigen Blüten im späten Frühjahr bewundert, sollte dieser Hartriegel aber auch für seine Herbstfarbe bekannt werden, und vor allem wegen der leuchtend roten, erdbeerähnlichen Früchte. Diese sind essbar und haben einen Geschmack, der an Ananas erinnert.

5. Acer henryi - Sapindaceae
At first this tree looks nothing like what one would expect a maple look like. The leaves are distinctly tri-lobed rather than palmate, like most maples. One of the first and best of the Chinese species maples for autumn colour. This rare tree is native to Central China.

Auf den ersten Blick sieht dieser Baum nicht wie ein gewöhnlicher Ahorn aus.Die Blätter sind deutlich dreilappig statt gefächert, wie die meisten Ahörner. Einer der ersten und besten der chinesischen Ahorn-Arten, welche im Herbst Farbe zeigen. Dieser seltene Baum stammt ursprünglich aus Zentral-China.

6. Parrotia persica 'Vanessa' - Hamamelidaceae
This is a wonderful variety of the Persian Ironwood. The species has a rather ungainly habit, but 'Vanessa' is an upright form with a lovely goblet shape to the canopy. This variety also has amazing autumn colours, which it displays over a long period through late summer/autumn. Parrotias flower in the late winter. They are related to Witch Hazels and have strange, red flowers, but lack their cousin's fragrance.

Dies ist eine wunderbare Sorte des persischen Eisenbaumes. Die Art hat einen ziemlich plumpen Wuchs, aber die Sorte 'Vanessa' ist eine aufrechte Form mit einer schönen becherförmigen Krone. Diese Art erscheint auch in erstaunlichen Herbstfarben, welche sich über einen langen Zeitraum um Ende Sommer/Herbst herum zeigen. Der Baum blüht im späten Winter. Sie sind mit Zaubernüssen verwandt und haben ähnlich seltsame, rote Blüten, allerdings fehlt ihnen der Duft der Zaubernüsse.

7. Enkianthus perulatus - Ericaceae
Enkianthus perulatus
This smallish shrub to a small tree is native to China and Japan. It displays its amazing autumn colour over a very long time from late summer. The autumn tones grow stronger week upon week, becoming a deep purple eventually, before leaf fall. Related to heathers, this relationship can be seen in the shape of the flowers, Enkianthus require good acid soil to do well and produce good colour.

Dieser kleine Strauch bis kleiner Baum stammt ursprünglich aus China und Japan. Er zeigt seine erstaunliche Herbstfarbe ab Spätsommer über einen sehr langen Zeitraum. Die Herbsttöne werden von Woche zu Woche intensiver, bis hin zu einem starken Dunkelrot und bis schließlich das Laub fällt. Diese Pflanze ist mit den Heidegewächsen verwandt, was sich in Form der Blüten zeigt. Zudem benötigt Enkianthus einen gut sauren Boden, um gut zu wachsen und um eine herrliche Herbstfarbe zu entwickeln.

8. Schima argentea - Theaceae
This beautiful relative of the camellia is rarely seen in this country and even rarer to see a specimen of this size. Only hardy in a sheltered spot in the south of the country. Native to Southern China.

Diese wunderschöne Verwandte der Kamelie ist selten hier in Großbritannien anzufinden und noch seltener von dieser Größe. Nur an einem geschützten Standort in Südengland frosthart. Ursprünglich stammt sie aus Süd-China.

9. Tricyrtis formosana - Liliaceae
Tricyrtis formosana
This species of Toad Lily is native to Taiwan, where it grows by the side of mountain streams. It gains its common name from the spots on the flowers and leaves. A wonderful long flowering, late perennial for sun or shade.

Diese Art Krötenlilie stammt aus Taiwan, wo sie an Ufern von Gebirgsbächen wächst. Der Name Krötenlilie rührt von den Flecken auf Blüten und Blättern her. Mit einer wunderbar langen Blütezeit gegen Sommerende bis in den Herbst ist es eine gute Staudenwahl für Sonne oder Schatten.

10. Dahlia 'Butch' - Asteraceae
It's time to start thinking about protecting your Dahlias over winter. Some will cover them with a thick mulch. Many find it easier to lift the tubers and store them dry over the winter. This may be more beneficial, especially if we are due to harsh winter.

Es ist Zeit, sich Gedanken über den Winterschutz Ihrer Dahlien zu machen. Manche hier decken die Dahlien mit einer dicken Schicht Mulch ab. Viele finden es sicherer, die Knollen auszugraben und über den Winter trocken und kühl (aber frostfrei) zu lagern. Besonders in rauen Wintern wohl die bessere Wahl.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Gartenkurs mit neuem Label?

Hallo liebe Leser,

ich bin am überlegen "Gartenbau" via diesen Blog zu lehren. Pro Blogeintrag würde ich dann ein Thema detailliert behandeln oder wenn nötig in mehrere Teile aufteilen, damit es nicht zu lang wird. Im Grunde läuft das Ganze dann wie ein strukturierter Gartenkurs ab. Folglich beginne ich am Anfang, erkläre einfache Prinzipien bis schließlich zu wissenschaftlichen Erläuterungen für Fortgeschrittene. Mein Ziel dabei ist, egal wie wissenschaftlich kompliziert ein Thema sein wird, es dennoch möglichst leicht verständlich zu erklären. Das mag mir gelingen - oder auch nicht.

Nichtsdestotrotz lebt dieser Kurs am Ende auch von euren Fragen, um diverse Dinge besser zu erklären oder Neugier die im Kontext entstanden ist. Also virtueller Unterricht ohne Leistungsdruck, nach Lust und Laune kann jeder vorbeischauen.

Die Frage ist: Besteht Interesse bei euch als Leserschaft?
 
Wenn ja würde ich den Posts ein neues Label geben, damit sie leichter zu finden sind und außerdem wahrscheinlich eine Rubrik im Header eröffnen, in der eine Liste der Posts zu finden sein wird - für alle die später quer einsteigen oder gerne noch einmal lesen möchten.
Dem Label könnt ihr einen Namen finden, was ihr für am sinnvollsten haltet.

Freue mich auf eure Kommentare!

Dienstag, 9. Oktober 2012

Wessex Bonsai Society - das Oktober-Treffen

Für mich fiel dieses Treffen leider aus, da mein Auto nicht fahrtüchtig war. Somit habe ich bedauerlicherweise verpasst, was passiert ist. Das Thema war "Shohin" gewesen. Zur Zeit warte ich noch auf den Bericht der Wessex Bonsai Society auf dessen brandneuer Webseite.

Montag, 8. Oktober 2012

Herbstzeit ist Pilzzeit

Es ist Zeit für die Pilze sich zu vermehren. Die nass-kalte Jahreszeit ist dafür perfekt, denn Pilzsporen brauchen Wasser, um zu "wandern" bzw. natürlich auch zum Keimen. Daher fruchten die meisten Pilze im Herbst und werden für uns sichtbar, obwohl sie das ganze Jahr über dort gewesen waren. Ich habe hier ein paar meiner schönsten Pilz-Bilder.







Noch mehr Pilze gibts hier im Picasa-Fotoalbum

Freitag, 5. Oktober 2012

Herbst im Sir Harold Hillier Arboretum and Gardens

Der Herbst ist nun da. Obwohl dieses Jahr die Jahreszeiten völlig durcheinander waren - selbst die Pflanzen sind recht verwirrt - ist es doch ganz eindeutig jetzt herbstlich im Sir Harold Hillier Garten.

Pampasgras vor Sumpfzypresse

Die Bäume sind schön verfärbt, leuchten in Gelb, Orange- und Rottönen. Der nasse Sommer hat da sicher geholfen die Farbpigmente noch mehr strahlen zu lassen.

Aber wie eigentlich kommt es zu dieser Färbung? Für alle diejenigen, die sich nicht so gut mit der Pflanzenphysiologie auskennen, hier eine kurze Erklärung:

Acer rubrum 'Schlesengeri'
Hamamelis Cult.

Jede Blattzelle beinhaltet Farbpigmente, welche dem Blatt eine charakteristische Färbung geben. Grundsätzlich erscheinen die meisten Blätter grün, aufgrund des Chlorophylls, jenes Pigment, welches die Photosynthese betreibt. Das Chlorophyll liegt in solch hohen Mengen und Dichten vor, dass alle anderen Pigmente überlagert werden und damit die meiste Zeit des Jahres nicht sichtbar sind.
Zum Teil im Frühjahr, wenn die Blattknospen austreiben, vor allem aber im Herbst, werden die anderen Farbpigmente (Carotinoide, Xanthophylle und Anthocyane) sichtbar. Sie lassen die Blätter im Herbst leuchtend bunt erstrahlen, weil das Chlorophyll in den abkühlenden und dunkler werdenden Tagen langsam abgebaut wird und daher nicht mehr dominant in den Blattzellen vorliegt. Ähnlich im Frühling, wenn die Blätter z.B. pink austreiben, liegt es an dem Chlorophyll, dass noch nicht ausreichend produziert wurde, um die anderen Pigmente zu überlagern.

Ein nasser Sommer hilft der Herbstfärbung in dem Sinne, dass die Blattzellen mit ausreichend Wasser gefüllt sind, sprich kein Wassermangel vorliegt. Denn Carotinoide und Xantophylle sind in Wasser gelöst. Bei Wassermangel würden folglich weniger Pigmente vorhanden sein, was weniger Farbbrillianz bedeutet.



Nach diesem kleinen Wissenschaftlichem Exkurs zurück zum Garten, der einfach fantastisch zur Zeit aussieht! Besonders erstrahlen hier nordamerikanische Eichen und Ahörner, Taxodium distichum, Larix spec., Nyssa sylvatica, Liquidambar styraciflua, Fothergilla major, Rhus typhina, Euonymus spec. und viele andere.



Rhus typhina, der Essigbaum im Vordergrund
 

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Shoutbox

Habe bei einigen meiner "Blogger-Kollegen" diverse Shoutboxen gesehen. Vor Jahren hatte ich schon einmal eine für meine Webseite gehabt, als ich noch nicht meine eigene Domain www.botaniquarium.eu hatte.

Dachte mir, ich probiere das noch einmal aus. Wenn es bei euch nicht gut ankommt, kann ich es ja wieder löschen. Jetzt könnt ihr mir Nachrichten hinterlassen, oder einfach so Bemerkungen für andere schreiben, Kommentare eintragen...was auch immer euch zu meinem Blog einfällt. Dann mal fröhlich geshoutet *zwinker*

PS: Die Shoutbox findet ihr im Seitenstreifen rechts.


Mittwoch, 3. Oktober 2012

Japanische Fachbegriffe erklärt - Glossare im Internet

Auf einer meiner Suchen im Internet habe ich einige Glossare gefunden. Darunter viele englische Seiten, aber auch einige deutsche Seiten.

Die Webseite Bonsai Glossary bietet ein Verzeichnis, das nach Kategorien eingeteilt ist und innerhalb der Kategorien dann alphabetisch angeordnet ist. Was mir hier gefällt ist die dadurch vereinfachte Suche, ebenso ein Suchfeld ermöglicht das Eingeben eines Schlüsselwortes. Allerdings konnte ich weder "Shari" noch "Nebari" finden, was mich vermuten lässt, dass die Liste entweder nicht vollständig ist, oder dass die Liste andere japanische Begriffe dafür verwendet. Die Seite selber kann in mehreren Sprachen angewählt werden und auch die Erklärungen eines Begriffes erfolgt mehrsprachig.

Der deutsche Bonsai Club hat ein eigenes Glossar veröffentlicht bzw. eines der Mitglieder hat 2009 intensive Recherche betrieben und damit ein umfassendes Glossar geschrieben. Jenes kann im öffentlichen Bereich des BCD Forums gefunden werden. Auch hier sind die Begriffe in Kategorien eingeteilt. Klickt man auf die Links kann man das Verzeichnis über Adobe Reader einsehen. Dadurch ist ein Suchen leider erschwert, weil dieses pdf keine Suchfunktion bereitstellt. Selbst die Suchfunktion über den Browser funktioniert nicht. So kann man sich leider nur mühselig durchklicken.

Eine andere deutsche Verzeichnisliste wird im Netz von Bonsai-Art.com angeboten. Diese Liste ist recht kurz, beinhaltet aber die wichtigsten Begriffe.
Ähnlich ist die Liste von bonsai-als-hobby.de.

Das Bonsai-Fachforum hat ebenfalls ein Glossar. Allerdings kann man dies nur einsehen, wenn man ein registriertes Mitglied ist.

Auf meiner Suche ins Auge gefallen ist mir auch eine japanische Webseite Shikoku (englischsprachig), dessen Glossar hilfreich erscheint. Allerdings finde ich persönlich das Suchen erschwert, weil die Wörter nach japanischen Schriftzeichen sortiert sind, statt nach westlicher Art Begriffe von A-Z. Es gibt im Ausgleich die Möglichkeit nach Stichworten zu suchen. Die anschließende Liste erscheint detailliert, während jedoch uns bekannte Begriffe wie "Jin" und "Nebari" nicht darin auftauchen. Allerdings gibt es zu einer Erklärung des Begriffes die japanischen Schriftzeichen, weswegen ich die Seite recht ansprechend finde.

Eine andere Webseite ist weniger vollständig und erklärt nur Basisausdrücke, wobei selbst dort einige fehlen. Dennoch vielleicht eine hilfreiche Quelle. Bonsai4me.com (englischsprachig).

Qualitativer ist da eine australische Bonsai-Webseite AusBonsai.com.au (englischsprachig), welche sich als Bonsai Wiki entpuppte. Hier scheint sich die Liste nur auf japanische Ausdrücke zu beschränken, scheint außerdem recht vollständig.

Neben diesen gibt es natürlich noch viele andere Angebote. Somit ist dies hier nur eine kurze Zusammenfassung. Wenn ihr noch gute Adressen für Bonsai-Glossare kennt, hinterlasst mir ein Kommentar bitte.

Ich denke darüber nach eine Zusammenfassung all dieser Quellen auf meiner Seite zu veröffentlichen. Ist das eine gute Idee?

Dienstag, 2. Oktober 2012

Niederschlag September 2012

Ort: Romsey, Hampshire, UK

Messungszeitpunkt: täglich um 8.00 Uhr morgens

Gesamtniederschlagsmenge im September: 65,4mm

Montag, 1. Oktober 2012

Oktober: Wichtige Gartenarbeiten

Generelle Gartenarbeiten:
  • Beete in Ordnung bringen (Unkraut ziehen, abgestorbene Blütenstängel schneiden, etc.)
  • Alle Gartenabfälle kompostieren. Holziges sollte gehäkselt sein, bevor es auf den Komposthaufen geht. Wurzelunkräuter oder Samen möglichst nicht dazu tun.

Rasen:
  • Rollrasen kann jetzt gelegt werden
  • weniger mähen
  • Herbstdünger für den Rasen kann nun appliziert werden
  • regelmäßig das Laub vom Rasen zusammen fegen, damit das Gras nicht vergilbt

Bäume, Sträucher und Kletterpflanzen:
  • Pflanzzeit für Bäume und Sträucher iun Containern und Töpfen.
  • Wurzelnackte Pflanzen oder Ballenware kann gegen Ende Oktober gepflanzt werden (sobald die Blätter vollständig abgefallen sind).
  • an windigen Tagen frisch gepflanzte Bäume kontrollieren, notfalls vorher anbinden, das Bindematerial prüfen, damit es die Pflanze nicht verletzt.
  • Buddleja und andere große Sträucher um 1/3 einkürzen
  • spätblühende Rosen zurückschneiden
  • Ende Oktober können Steckhölzer von Rosen vermehrt werden
  • Stecklinge aus dem Sommer topfen
  • Ligusterhecken schneiden

Blütenstauden:
  • Herbstlaub von Pflanzen entfernen, um Fäule zu vermeiden.
  • Sommerpflanzen mit Winter- und Frühlingspflanzen austauschen
  • frostempfindliche Stauden und Zwiebeln ausgraben und frostfrei überwintern
  • frühlingsblühende Zwiebelgewächse wie Tulpen und Osterglocken jetzt pflanzen

Balkon:
  • Töpfe und Pflanzgefäße nur noch feucht halten, nicht mehr regelmäßig wässern
  • Herbstlaub von Pflanzen entfernen, um Fäule zu vermeiden.
  • Sommerpflanzen mit winter- und frühlingsblühenden Pflanzen austauschen

Gemüse und Kräuter:
  • Ernte von: Lauch, Porree, Rosenkohl, Blumenkohl, Kartoffeln, Karotten, Pastinaken und Kürbisse
  • Salat mit Vlies abdecken, um die Saison und Ernte etwas zu verlängern
  • wenn alles abgeerntet, kann das Beet umgegraben werden
  • Spargellaub schneiden
  • Frühlingskohl jetzt auspflanzen, auch Knoblauch und Winterzwiebeln
  • vergilbendes Laub von Kohlpflanzen entfernen
  • Chicoree ausgraben und antreiben
  • Kräuter eintopfen für Ernte im Winter

Früchte:
  • neue Erdbeerpflanzungen anlegen mit den diesjährigen Ausläufern
  • Äpfel und Birnen ernten und einlagern
  • Neupflanzungen vorbereiten (Fläche umgraben) falls nötig und gegen Ende des Monats pflanzen
  • Brombeersträucher zurück schneiden

Unter Glas:
  • generelles Aufräumen und Vorbereiten für den Winter und den kommenden Frost
  • frostempfindliche Pflanze ins Gewächshaus bringen
  • weniger wässern, Nächte werden kühler und Wuchs ist verlangsamt
  • frühblühende Einjährige jetzt aussäen
  • Tulpen und Hyazinthen eintopfen
  • Wintergemüse einsäen (Spinat, Lauchzwiebeln und Karotten)

Wasser:
  • Teich aufräumen: Algen und abgestorbenes Pflanzenmaterial entfernen, Schlamm vom Grund schöpfen etc.
  • mit Netz überspannen, um hereinfallendes Herbstlaub zu vermeiden



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