Mittwoch, 24. Oktober 2012

Das Vorstellungsgespräch

Dienstag morgen war es dann soweit. Gleich um acht Uhr war ich die erste, die auf Herz und Nieren geprüft wurde. Zunächst fragten mich Fran und David, meine beiden Chefs, über Allgemeines. Z.B. Wie pflanzt man einen Baum? Warum ich glaube die richtige Person für den Job zu sein. Mit welchen Fähigkeiten ich die Baumschule verbessern würde? Wo sehe ich mich in meiner Karriere in der Zukunft?
Im Grunde hatte ich nichts zu verlieren, hatte ich doch bereits einen Job. Dennoch war ich nervös. Wahrscheinlich weil ich wusste, dass die Erwartungen an mich höher waren, da ich ja nun schon im Garten arbeitete und damit eine gewisse Qualität liefern sollte.Und weil dieser Job mir viel bedeutete, ich wollte den unbedingt bekommen.
Es lief alles gut. Ich hatte eine gutes Gefühl.

Der zweite Teil des Bewerbungsgespräches war in einem anderen Raum mit Barry. Er als Vermehrer prüfte mein Wissen über Pflanzenvermehrung. Dort musste ich einen kleinen Pflanzentest machen und ihm dann zusätzlich erzählen mit welcher Methode ich die jeweilige Pflanze vermehren würde. Hier war ich etwas nervöser und unsicher. Es gibt so viele Wege eine Pflanze zu vermehren, aber welcher ist der beste, schnellste oder effektivste Weg, das wusste ich nicht. Also gab ich zu im Zweifelsfalle immer in einem Buch nachzuschlagen. Ich hatte das Gefühl nicht genug Zeit zum erklären der verschiedenen Vermehrungsmethoden und Pflegeanleitung zu haben. Denn die Theorie kannte ich sehr gut, durch meine Ausbildung und mein Studium. Einzig die professionelle Praxis fehlte mir, weswegen ich mich auf diese Stelle beworben hatte.
Barry war freundlich, zeigte mir aber auch wenn meine Antworten gut oder schlecht waren.

Ich wusste am Ende nicht so recht was ich ergebnismäßig erwarten konnte. Der erste Teil war super meiner Meinung nach, der zweite Teil hätte besser sein können, aber trotzdem würde ich mich im oberen Drittel einstufen.

Insgesamt waren sieben Leute zum Vorstellungsgespräch geladen, ausgewählt von vierzehn Bewerbern. Letztlich waren nur fünf Personen erschienen, von denen vier eine Verbindung mit dem Garten hatten, sei es als Schüler/Student, Angestellter oder als ehrenamtlicher Helfer beim Hillier Garten gewesen. Ich persönlich finde dies eine schlechte Quote.

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