Montag, 17. Dezember 2012

Janines Woodland Garden

Ich hatte ein klein wenig Zeit Pflanzen zu lernen, stöberte durch dicke Wälzer und Pflanzenenzyklopädien. Da spukten einige botanische Namen durch meinen Kopf und manifestierten sich schließlich als Gestaltungsidee. So entstand meine kleine Waldpflanzung.

Ich liebe Wälder! Von allen Pflanzen gefallen mir große, saftig grüne Blätter am meisten. Gepflanzt im lichten Schatten der Bäume, wo die Sonnenstrahlen die Blätter hellgrün leuchten lassen und unten feine Blütensprenkel erhellen. Geschmiegt an Moos und altem Laub liegen, nach Humus riechende, alte Äste und Baumstämme, dazwischen wachsen üppige Farne, die ihre Wedel sanft und elegant ausrollen. Umrandet von einigen Sträuchern stehen große Bäume wie mächtige Säulen, mit knorrigen Stämmen und rissiger Borke. Sie wirken majestätisch, alt und weise. Eichhörnchen springen von Ast zu Ast, die Vögel zwitschern und dort hinten in der Ferne ist ein scheues Reh. Der Ort ist erfüllt von Leben und Energie.

Irgendwann, wenn ich groß bin, werde ich diesen Garten verwirklichen. Bis dahin habe ich "hektarweise" Papier.

Janines Woodland Garden
Besonders gerne mag ich das Bild im Frühling, wenn leuchtend blaue Hasenglocken den Boden bedecken und strahlend weiße Birkenstämme kontrastreich hervorstechen. Ich mag Kontraste, sei es farblich oder strukturell. Orange und Lila. Violett und Limettengrün, Gelb und Blau. Filigrane Blätter neben großen. Schmal neben breit. Klein neben groß. Weich neben rauh.

Pflanzenliste:
  1. Betula utilis var. jacquemontii 'Grayswood Ghost'
  2. Hosta
  3. Uvularia grandiflora
  4. Hyacinthoides non-scripta
  5. Galium odoratum
  6. Epimedium sulphureum
  7. Bergenia ciliata
  8. Geranium x renardii
  9. Anemone nemorosa
  10. Galanthus nivalis 'Flore Pleno'
  11. Helleborus orientalis
  12. Alchemilla mollis
  13. Farne
  14. Carex sp. Cult.
  15. Luzula sp. Cult.
  16. Nothofagus dombeyi
  17. Larix kaempferi
  18. Quercus robur
  19. Stewartia pseudocamellia
  20. Fritillaria meleagris
  21. Fritillaria imperialis
  22. Sarcoccoca confusa
  23. Osmanthus heterophyllus
  24. Ginkgo biloba
  25. Hamamelis x intermedia 'Pallida'
  26. Ruscus acutifolius
  27. Pinus engelmannii
  28. Fatsia japonica
  29. Mahonia x media
  30. Quercus coccinea
  31. Acer capillipes
  32. Cercidiphyllum japonica
  33. Nothofagus menziesii
  34. Acer palmatum Cult.
  35. Azara microphylla
  36. Magnolia sp. Cult.
  37. Impatiens omeiana
  38. Hedera helix
  39. Tricyrtis formosana
  40. Pulmonaria saccharata
  41. Brunnera sp.
  42. Liriope muscari
  43. Ophiopogon planiscapus 'Nigrescens'
  44. Woodwardia sp.
  45. Viburnum davidii
  46. Trillium grandiflorum
  47. Thalictrum delavayi
  48. Styrax japonicus
  49. Erythronium sp.
Ich habe die Pflanzen so gewählt, dass neben dem Sommer vor allem auch die anderen Jahreszeiten fantastisch aussehen. Im Herbst geben die Lärchen und Ahörner bunte Farben. Im Winter verteilen Hamamelis, Sarcoccoca und Osmanthus einen süßen Duft und zeigen, dass die Welt nicht so leblos ist wie sie erscheint, während die farbenfrohen Rinden von Ahorn, Birke und Stewartia die Blüten komplimentieren. Im Frühling zeigen sich Schneeglöckchen und alsbald auch die Hasenglocken, in Gemeinschaft mit Fritillaria imperialis bis hin zum Erwecken der restlichen Pflanzen. Im Sommer sind die Farne ausgerollt und schmiegen sich an die mächtigen Eichenstämme.

Einige Pflanzen sind immergrün und verlieren dadurch nicht ihren Reiz. Andere wiederum sehen selbst im Winter ohne Blätter toll aus, wenn die holzige Struktur tolle Kontraste zu den süßen Blüten und üppigen, immergrünen Pflanzen gibt.

An eine der mächtigen Eichen würde ich eine Schaukel (swing) anbringen, so dass man im lauen Sommerwind den Wald von dort genießen kann.


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