Sonntag, 9. Dezember 2012

Pflanzen für den Vorgarten

Mittlerweile konnte ich ein paar Pflanzen auftreiben, die mir in mein Konzept für den Vorgarten passen. Angedacht sind Pflanzen, die einen suptropischen bis exotischen Effekt erzielen, allerdings ist die Auswahl aufgrund mehrerer Faktoren stark limitiert. Mehrheitlich möchte ich mich an rötliches Laub halten, insgesamt hatte ich also farblich an rot und grün gedacht, mit einigen weißen Highlights vielleicht, da es die Farben des Hauses wiederspiegelt.

Limitierende Faktoren sind hierbei allerdings vor allem finanzieller Natur. Da ich keinen Goldesel (leider) im Keller habe, erhoffe ich mir alle möglichen Pflanzen kostengünstig von der Arbeit oder Freunden zu bekommen. Daher kann ich nicht immer das wählen was mir am besten ins Konzept passen würde, sondern muss mit dem Material arbeiten, dass mir zur Verfügung steht. Außerdem wohne ich nur zur Miete und will daher das ganze Projekt nicht zu sehr ausweiten.

Der Standort gestaltet sich wie folgt:
ausgerichtet nach Süden ist der Vorgarten damit vollsonnig und zumeist trocken (je nach Witterung). Die Süd-Hauswand bietet Schutz und extra Wärme im Winter, theoretisch könnten damit also auch winterharte bis grenzwertig frostharte Pflanzen kultiviert werden. Auf der anderen Seite ist der Vorgarten nicht windgeschützt.

Obwohl sonniger Standort möchte ich auf Pflanzen der Familie Asteraceae verzichten. Sie würden meiner Meinung nach nicht zum Charakter "subtropisch/exotisch" passen, gleichwohl der Standort perfekt für diese Sonnenanbeter wäre. Mediterranes wie Lavendel, Rosmarin und Salbei wären ebenso perfekt, dennoch aus gleichem Grund, werde ich möglichst nichts dergleichen pflanzen, obwohl ich alle drei sehr mag. Nebenbei sind diese in Richtung Blau-Grau einzustufen und passen farblich auch deswegen nicht recht zu meinem Konzept.

Existierende Pflanzen sind momentan Buddleja, Chamaecyparis, Pyracantha, Cornus sanguinea und ein wilder Juglans-Sämling, wovon ich aber nur den Schmetterlingsstrauch behalten möchte. Wobei die Lebensbaumkugel ein weiteres Überbleibsel ist, das ich erhalten muss, weil einfach zu alt / groß für mich, um den auszugraben. Der Hausbesitzer hatte fünf bis sechs ähnliche Bäume für mich entfernt, ließ den einen aber auf eigenen Wunsch stehen. Im Boden befinden sich Unmengen Ackerwinde, wilde Brombeeren, Steine und Zwiebeln der Hasenglocke oder Traubenhyazinthe. Dann befindet sich noch Centranthus ruber, Nigella und Pulmonaria in den Beeten. Pulmonaria ist eher etwas für eine halbschattige Unterpflanzung, weswegen ich diese wohl nach hinten in den Garten umpflanzen werde.

Ansonsten habe ich bereits folgende Pflanzen organisiert.

Holzige Strukturpflanzen:

  • Tetrapanax papyrifera
  • Cercis canadensis 'Forest Pansy'
  • Nandina domestica 'Fire Power'
  • Ilex crenata 'Dark Green'
  • Weigelia 'Black and White' (Zwergform)
  • Potentilla fruticosa Cult.
  • Yucca gloriosa
  • Cotinus 'Grace'
  • Mahonia x media 'Winter Sun' (muss ich noch besorgen)

Stauden:
  • Phormium tenax
  • Kniphofia Cult.
  • Acanthus mollis
  • Sedum Cult.
  • Scabiosa africana 'Jocelyn'
  • Iris gemischte
  • Heuchera 'Ginger Peach' und 'Sugar Plum'
  • Hemerocallis Cult.
  • Echinaceae Cult.
  • Monarda Cult.
  • Ophiopogon planiscapus 'Nigrescens'
  • Alchemilla mollis
  • Pennisetum alopecuroides 
  • Penstemon 'Rich Ruby' und 'Firebird'
Bevor es aber richtig los gehen kann, muss ich natürlich noch fleißig aufräumen und die Fläche vorbereiten (z.B. unkrauten und umgraben). Einige Sträucher muss ich entfernen und deren Wurzeln ausgraben. Am Ende möchte ich auch frisches organisches Material untermischen, bedeutet viel umgraben und schweren Mulch ankarren.

Wenn das Grundstück mein Eigen wäre, würde ich wahrscheinlich einige andere Pflanzen wählen, schon allein weil ich dann auch wesentlich mehr Geld investieren würde. So würde ich beispielsweise Passionsblume und Clematis an einem Rankgerüst hochziehen. Am liebsten hätte ich auch ein paar Palmen wie Trachycarpus fortunei oder Chamaerops humilis, auch Cordyline australis. Wobei letzteres wohl dann doch zu frostempfindlich ist, selbst an der Südwand, einfach weil es nicht windgeschützt ist. Allesamt allerdings viel zu kostenintensiv und damit leider nicht umsetzbar in meiner jetzigen Situation.

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