Dienstag, 8. Januar 2013

Wessex Bonsai Society - das Januar-Treffen

Im neuen Jahr startete der Wessex Bonsai Verein wie üblich mit der Jahreshauptversammlung. Normalerweise eher nicht gut besucht, da die meisten diese Versammlung wohl als langweilig empfinden. Dieses Jahr dennoch waren mehr als doppelt so viele Mitglieder als üblich anwesend und war damit äußerst gut besucht. Grund war die Auktion: der erste Teil von Manuel Gonzales Bonsai sollte versteigert werden. Etwa fünfzig Mitglieder wollten einen Blick auf Manuels Bonsai ergattern und die Chance nutzen Manuels Bäume der eigenen Sammlung beizufügen.

Manuel war im Oktober plötzlich und unerwartet an einem Herzinfarkt gestorben (siehe Bericht). Seither waren seine Bonsai in der Obhut der Wessex Bonsai Society. Nun werden Stück für Stück die Bonsai verkauft. Der Erlös geht an Manuels Familie; so war es zwischen ihm seiner Frau abgemacht, im Falle eines frühzeitigen Todes den Verkaufserlös als Altersvorsorge zu nutzen.

Zunächst aber moderierte Malcolm als Vorsitzender die Jahreshauptversammlung. Er berichtete von den vergangenen zwölf Monaten und erläuterte Pläne für die kommenden zwölf. 2012 war ein erfolgreiches Jahr. Der Verein wohnte mehreren Bonsaiausstellungen bei (Shows in Swindon, Salisbury, Newbury, Solent, Heathrow etc.), führte die Intensiv-Lehrgänge "Academy Classes" ein, auch wurde die Webseite der Society renoviert. Zukünftig soll es mit Vollgas weitergehen, so dass die Wessex Bonsai Society auch in nächster Zeit einer der größten und besten Bonsaivereine in England bleibt.

Schatzmeister Paul erläuterte die finanzielle Situation anhand der jährlichen Statistik und Buchführung für 2012. Er gab Kontoausdrucke und Buchführungsbelege aus, so dass jedes Mitglied freie Einsicht bekam. Danach wurden die Vorstandsämter neugewählt, wobei letzlich  jeder in seinem Amt verblieb, weil sie erneut erwählt wurden. Somit ist Malcom der alte und neue Vorsitzender, June bleibt Sekretärin, Paul ist nachwievor Schatzmeister und im Vorstand sind außerdem Ken, Jim, Tim, Italo, Mike und neu dazu gewählt: Tony.

Schließlich versteigerten Malcolm und Italo die etwa 35 Bonsai. Ich hatte die Hoffnung eventuell einen Bonsai ergattern zu können, immerhin waren diese klein und zum Teil noch unterentwickelt und würden damit nicht so teuer sein. Ich hatte mein Herz an eine schöne Buche, Ulme und Mispel gehängt. Leider konnte ich nichts dergleichen ersteigern, denn andere hatten ebenfalls ein scharfes Auge auf jene Bonsai geworfen und waren Willens viel Geld zu bezahlen. Am Ende ging ich leer aus.

einige von Manuels Bonsai

Meine Grenze lag zwischen £30-50. Einige Bonsai wurden für weniger versteigert, viele aber für mehr. Je nach dem wie viele Interessenten mitbaten, schaukelten sich die Preise hoch. So hatte ich mit meinem sparsamen Budget nicht wirklich eine Chance. Sehr schade. Letztlich habe ich eigentlich sowieso keinen Platz mehr...aber so als leidenschaftliche Sammlerin kann man ja immer noch was dazwischen quetschen. Obwohl die Bonsai, realistisch betrachtet, für wenig Geld weggingen. Im Handel würden diese für wesentlich mehr angeboten, vermutlich das zwei- bis dreifache.


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