Donnerstag, 28. Februar 2013

Frische Lektüre

Gerade eben durch den Briefkasten ins Haus geflitzt, eine druckfrische Ausgabe  "The Plantsman" und "The Garden". Und die Seiten riechen auch noch total frisch. Jaa, ich gehöre zu diesen seltsamen Leuten, die an Buchseiten schnüffeln. Ein weiterer Grund, weshalb ich e-reading via Tablet nicht mag.


Herrlich, da wisst ihr ja was ich für den Rest des Tages tun werde...



Mittwoch, 27. Februar 2013

Netzwerk Pflanzensammlungen erhält Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Pressemitteilung

Das Netzwerk Pflanzensammlungen, ein Projekt der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. (DGG), wurde am 26.2.2013 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Parlamentarischen Abends der DGG gewürdigt. Die Auszeichnung wurde von Staatssekretär Peter Bleser im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade übergeben. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Foto (Claudia Heland) von links nach rechts: Lüder Nobbmann, Vorsitzender BundesArbeitsgemeinschaft PflanzenSammlungen, Bettina de la Chevallerie, Projektleiterin Netzwerk Pflanzensammlungen, Sandra von Rekowski, DGG-Geschäftsführerin, Staatssekretär Peter Bleser, Andrea Tiedtke-Klugow, DGG-Pressereferentin, Karl Zwermann, DGG-Präsident.

Der Erhalt der Pflanzenvielfalt in Deutschland ist eines der zentralen Themen der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. (DGG) mit Sitz in Berlin. Vor drei Jahren wurde zu diesem Zweck zunächst die BundesArbeitsgemeinschaft PflanzenSammlungen (BAPS) gegründet. Die BAPS vereint private Sammler, Pflanzenliebhaber-Gesellschaften, Züchter, Wissenschaftler und den Verband Botanischer Gärten. Im Sommer 2011 startete die DGG mit Unterstützung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BMELV) über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) das zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt Netzwerk Pflanzensammlungen unter der Projektleitung von Bettina de la Chevallerie. Vor kurzem hat Präsident Karl Zwermann für die DGG einen Kooperationsvertrag mit der BLE unterzeichnet: Damit ist das Netzwerk Pflanzensammlungen Teil der Deutschen Genbank Zierpflanzen. Bei einem ersten internationalen Symposium unter dem Titel „Pflanzensammlungen im Fokus der Öffentlichkeit“ wurden jüngst in Veitshöchheim zusammen mit rund einhundert Interessierten aus dem In- und Ausland Leitlinien entwickelt für den weiteren Ausbau des Netzwerk Pflanzensammlungen.

Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt. Vorrangiges Projektziel ist es, Pflanzensammlungen zu dokumentieren und das Expertenwissen und Pflanzenmaterial zu Sorten mit soziokulturellem, lokalem oder historischem Bezug zu Deutschland und Sorten und Wildarten mit wichtigen gartenbaulichen Merkmalen für Forschungs-, Züchtungs- und Ausbildungszwecke zu bewahren. Bislang haben sich über 160 Sammler registriert und die ersten unterstützenden Partnerschaften in der Deutschen Genbank Zierpflanzen wurden abgeschlossen.

Dieser Einsatz hat die Juroren und Jurorinnen des Wettbewerbs sehr beeindruckt. Zitat der Jury: „Bekannt sind Buchen, Lärchen oder die krautige Pflanze Storchschnabel. Dass es jedoch Buchen gibt in unterschiedlichster Laubfärbung und Storchschnabel in variierender Wuchshöhe ist vielen Bürgern nicht bekannt. Beachtenswert ist, dass Menschen über Jahrzehnte diese Vielzahl an Arten und Variationen zusammentragen haben“, so Angela Krumme, Mitarbeiterin der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt. „Als auszeichnungswürdig befand die Jury die Idee, diese Lebenswerke zu erfassen und gegebenenfalls Paten für diese zu suchen und für weitere Generationen zu erhalten. Das ist wunderbar und im medialen Zeitalter über das Internet gut organisierbar.“ Seit der Gründung des Netzwerk Pflanzensammlungen 2011 haben sich bereits viele Interessenten eingefunden. Ein voller Erfolg!“

Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur steht, zu deren Erhaltung das Netzwerk Pflanzensammlungen einen wertvollen Beitrag leistet. Ab sofort wird das Projekt auf der deutschen UN-Dekade-Webseite unter www.un-dekade-biologische-vielfalt.de vorgestellt.

Das ausgezeichnete Projekt hat an dem Wettbewerb der UN-Dekade Biologische Vielfalt teilgenommen, eine namhafte Jury hat über die Qualität der eingegangenen Projekte entschieden. Der fortlaufende Wettbewerb wird von der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt mit Sitz in Osnabrück ausgerichtet und will Privatpersonen und Institutionen für ihr Engagement im Erhalt der Artenvielfalt auszeichnen. Ziel ist es, die Bürger für einen Erhalt der Artenvielfalt zu begeistern und die ausgezeichneten Projekte als Beispiel zu nehmen, selbst im Naturschutz aktiv zu werden.

Das gesamte Spektrum des Lebens auf der Erde ist untereinander verflechtet, die verschiedenen Lebensräume und komplexen ökologischen Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt. Hier gilt es entgegenzuwirken. Fakt ist, dass seit Jahren die biologische Vielfalt - also die Vielzahl aller Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen und Pilze - sowie die genetische Vielfalt innerhalb dieser Arten schwindet und droht, für zukünftige Generationen verloren zu gehen.

Die Vereinten Nationen haben die Dekade 2011 bis 2020 weltweit ausgerufen, um den anhaltenden Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten.
In Deutschland strebt die UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins an. Das Anliegen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ist es daher, mehr Menschen für die Natur zu begeistern und für die Erhaltung der biologischen Vielfalt zu motivieren. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte kann dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen.

Interessierte Einzelpersonen, ehrenamtlich Tätige und Institutionen, die sich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt durch Forschungs-, Bildungs- oder Naturschutzmaßnahmen einsetzen, sind eingeladen, sich an dem fortlaufenden Wettbewerb zu beteiligen. Die Jury entscheidet etwa halbjährlich bis zum Ende der Dekade im Jahr 2020 über die Auszeichnungen. Seit Juni 2012 werden wöchentlich beispielhafte Projekte zur UN-Dekade Biologische Vielfalt vorgestellt. Die Bewerbung kann ausschließlich online bei der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt unter www.un-dekade-biologische-vielfalt.de eingereicht werden.


Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. 
Netzwerk Pflanzensammlungen
Projektleiterin: Bettina de la Chevallerie
Claire-Waldoff-Str. 7,
10117 Berlin
Tel: 030/28093427
Fax: 030/28093426
info@netzwerkpflanzensammlungen.de
für die Presse-und Öffentlichkeitsarbeit

Ansprechpartner bei der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt:

Dr. Ute Magiera (Projektleitung)
Dr. Natalie Bergholz
Angela Krumme

Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt
Zentrum für Umweltkommunikation GmbH
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: 0541/9633955
Telefax: 0541/9633990
u.magiera@dbu.de
www.un-dekade-biologische-vielfalt.de



Informationen zur UN-Dekade Biologische Vielfalt und dem Wettbewerb:

Die Auszeichnung zum UN-Dekade-Projekt findet im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu strebt die deutsche UN-Dekade eine Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Deutschland an. Der Begriff „biologische Vielfalt“ bezeichnet das gesamte Spektrum des Lebens auf der Erde. Damit sind die Vielzahl aller Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen und Pilze sowie die genetische Vielfalt innerhalb dieser Arten gemeint. Aber auch ihre verschiedenen Lebensräume und die komplexen ökologischen Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt. Seit Jahrzehnten ist ein Rückgang dieser Vielfalt zu beobachten. Damit schwindet auch für uns Menschen die wertvolle Lebensgrundlage. Das Anliegen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ist es, mehr Menschen für die Natur zu begeistern und für die Erhaltung der biologischen Vielfalt zu motivieren. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte kann dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen.

Seit Juni 2012 werden wöchentlich beispielhafte Projekte zur UN-Dekade Biologische Vielfalt vorgestellt. Neue Projekte sind eingeladen, sich noch bis zum Ende der Dekade im Jahr 2020 zu bewerben. Jeder, der sich für die Erhaltung der biologischen Vielfalt durch Forschungs-, Bildungs- oder Naturschutzmaßnahmen einsetzt, kann seine Bewerbung online bei der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt unter www.un-dekade-biologische-vielfalt.de einreichen.

Samstag, 23. Februar 2013

RHS Stipendium bekommen

Hurra ! Wir haben das RHS Stipendium vom Coke Trust (Royal Horticultural Society Bursary) für unsere subtropische Studienreise bekommen. Jetzt kann es richtig losgehen...

und ein Stipendium der Professional Gardeners Guild (PGG) steht sogar noch aus.

Freitag, 22. Februar 2013

Solent Bonsai Society: das Februar-Treffen 2013

Das Februar-Treffen war kein konventionelles Treffen im üblichen Sinne, eher ein Freundeskreis, der sich zum gemeinsamen Umtopfen der Bonsai traf. So waren Tische aufgebaut und der Raum weiträumig mit Folie ausgelegt. Jock hatte Säckeweise vorgemischtes Bonsai-Substrat mitgebracht, man brauchte sich nur selbstbedienen.


Für mich war es das erste Mal zu solch einem Gruppen-Umtopfen. Daher wusste ich nicht so recht was zu erwarten war. Vorsichtshalber hatte ich meine Schalenkiste und Werkzeugkiste, zusammen mit drei bis vier Bonsai, in mein Auto gepackt.

Am Ende erschienen etwa 10 Mitglieder, die aktiv ihre Bonsai umtopften, einige andere kamen nur zum Schwatzen oder Beraten. Einige Gesichter waren mir bekannt, andere wiederum sah ich zum ersten Mal. Ich suchte mir also einen Platz, solange noch etwas frei war. Neben mir gesellte sich ein weitere Lärchenfreund. Mein kleiner Lärchenwald erschien als kleiner Abkömmling der großen Variante daneben. Ich fühlte mich ein wenig mickrig neben all den großen Exemplaren, aber was solls - jeder fängt mal klein an! Wurde mir auch direkt bestätigt, denn der große Lärchenwald war anfangs natürlich auch klein gewesen. Nach zehn Jahren dann zur heutigen Größe.

Mein kleiner Lärchenwald erschien als kleiner Abkömmling der großen Variante daneben.

Das Substratgemisch gabs umsonst und war schön anzusehen. Sehr viel feiner Kies, ein wenig Torf, fein gehäckselte Rinde und ein Hauch Akadama. Beim Umtopfen meiner Lärchen musste ich dann schnell feststellen, dass es viel zu trocken war. Abgesehen vom Befeuchtungsproblem von trockenem Torf kam noch hinzu, dass für meinen Geschmack zu wenig Substanz hatte. Bis auf ein bisschen Torf war da eben nichts.


So sah ich mich gezwungen meine Lärchen notdürftig mit diesem Substrat zu pflanzen. Zu Hause würde ich allerdings dieses Substrat mit meinem Kompost mischen und die Lärchen neu topfen müssen.

Unterdessen gab es Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch.

Am Ende bekam ich sogar noch ein Geschenk von Arthur Nash, der von seiner Felspflanzung einen kleinen Cotoneaster zu viel hatte. Auch hier in diesem viel zu trockenem Substrat nach Hause gebracht, pflanzte ich ihn anschließend in meinen ersten Mo-Topf und deckte mit Akadama ab. Was genau ich damit machen werde, weiß ich noch nicht. Auch welches die Vorderseite sein wird, steht noch nicht fest. Somit kann ich mich in den nächsten Wochen mit dem neuen Bonsai vertraut machen. Dann kommen mir bestimmt ein paar Ideen.


Donnerstag, 21. Februar 2013

Neue Diät für Kaninchen

Endlich neigt sich die Renovierungsarbeit der Magnolia Avenue (MA) dem Ende zu. Als Finale haben wir nun alle Beete mit einem schwarzen Plastikzaun eingezäunt, um die Pflanzen vor den vielen Kaninchen zu schützen.

Beet attackiert: Aus irgendeinem Grund lieben die Kaninchen gerade dieses Beet

Überraschenderweise waren diese darüber derart empört, dass sie gleich zu Sabotage griffen. Besonders eines der Beete scheint den Knabberfreunden sehr am Herzen zu liegen, denn sie begannen direkt an drei verschiedenen Stellen den Zaun zu zerfressen, aber nur an dem einen Beet. Da ich mit solch einem Benehmen gar nicht gerechnet habe, fanden wir den Schaden erst nach einigen Tagen. Auf seltsame Art und Weise waren die Pflanzen im Beet angefressen, bis wir dann schnell die Löcher im Zaun fanden.

Zaunreparatur stoppt leider keine Kaninchen

Ungläubig machten wir eine tägliche Zaunkontrolle zur Routine. Dass Kaninchen sich durch dickes Plastik nagen, nur um eine besondere Pflanzen zu fressen, war mir neu. Heute dann wieder den Zaun kontrolliert und ein perfektes Doppelloch gefunden. Obwohl repariert gewesen, haben die Kaninchen den exakt gleichen Durchschlupf geschaffen.

Jetzt haben wir doppelwandiges Zaunmaterial verwendet. Bin gespannt wie lange das nun hält.

Obwohl schon repariert gewesen, wieder durch genagt

Mittwoch, 13. Februar 2013

Stauden Lebensbereiche

Um eine gute und langhaltige Gartengestaltung mit Stauden zu erschaffen, ist detailliertes Wissen über den ursprünglichen Naturstandort der Pflanzen essentiell. (siehe auch "Stauden in der Gestaltung")
Dabei spielt die Länderherkunft selbst wenig eine Rolle; wichtig hierbei sind die Lebensbereiche, in denen die Stauden beheimatet sind. Waldstandorte beispielsweise gibt es in Asien genauso wie in Nordamerika. Natürlich muss dennoch das heimatliche Klima und auch die Frosthärte miteinbezogen werden.

Nun kann man die Lebensbereiche der Stauden in acht Kategorien einteilen. Jeder Lebensbereich hat individuelle Eigenschaften, welche dem heimatlichen Standort der Staude entspricht. Das Klima (Niederschlag, Temperatur, Wind und Luftfeuchte) allerdings wird in diesem System nicht betrachtet, sondern lediglich Eigenschaften wie Bodenbeschaffenheit, Konkurrenz durch andere Pflanzen und die Menge des vorhandenen Sonnenlichts.

Obgleich sich dieses System der Lebensbereiche sehr praktibel umsetzen lässt und eine sehr wichtige Hilfe in der Gartengestaltung ist, muss dennoch darauf hingewiesen werden, dass sich nichtsdestotrotz Stauden an einen Standort anpassen können, ganz wie sie es in der Natur auch tun würden. Daher kann man keine klare Grenze zwischen den einzelnen Lebensbereichen ziehen. Eine Staude aus dem Waldstandort mag auch am Waldrand gedeihen oder sogar auf einer relativ offenen Fläche, wenn es dort ein schattierendes Gehölz über die Mittagsstunden gibt. So gesehen kann man ein wenig Flexibilität in die Gestaltung einfließen lassen, die allerdings durch Pflanzenerfahrung geprägt sein sollte. Kennt man eine Pflanze nicht gut genug, sollte man nicht die Schönheit und den Erfolg einer Gartengestaltung durch Experimentieren riskieren, sondern sich dann doch besser an die direkten Lebensbereichangaben halten.

Wald

Der Waldstandort zeichnet sich durch eine enge Beziehung zwischen Gehölzen und krautigen Pflanzen aus. Es ist eine gemischte Pflanzung, welche in drei Schichten eingeteilt ist: die Baumschicht, die Strauchschicht und die Bodenflora. Die Bäume bilden mit ihren Kronen das Dach des Waldes und beschatten (je nach Baumart mehr oder weniger) die Pflanzen unter ihnen. Die Strauchschicht unterhalb der Bäume bekommt nur einen Bruchteil des Sonnenlichtes ab, beschattet ihrerseits die Bodenflora. Alle krautigen Pflanzen an diesem Standort wie z.B. Stauden, müssen mit wenig Licht auskommen. Durch die hohe Wurzelkonkurrenz der Gehölze ist außerdem die Wasserverfügbarkeit reduziert, ebenso die Nährstoffe. Es muss mit Trockenperioden gerechnet werden. Gleichzeitig ist der Boden jedoch zumeist humos, denn jeden Herbst fällt eine dicke Schicht Laub herab, die sich langsam zu Kompost zersetzt. Es herrscht ein gleichmäßiges Klima; die Bäume und Sträucher puffern Temperaturschwankungen und fangen ebenso starke Winde ab.

Abbotsbury Subtropical Garden, 2012

Waldrand

Beim Waldrand muss zwischen offenem und geschlossenem Gehölzrand unterschieden werden. Geschlossener Gehölzrand bedeutet hierbei, dass Bäume oder Sträucher bis auf den Boden dicht beastet sind und bilden damit ein definierte Grenze zwischen Wald und Freifläche. Der offene Gehölzrand dagegen besitzt keine derartig dichte Beastung bzw. die Gehölze stehen lose zueinander und gehen allmählich zur Freifläche über, so dass die Stauden sich leichter unter die Gehölze mischen können und sich weiter verteilen. In beiden Fällen zeichnet sich der Waldrand durch stetig wechselnde Belichtungsverhältnisse aus; je nach Lage (z.B. Süden oder Norden zugewandt) ist mehr oder weniger Sonnenlicht vorhanden. Daher gibt es hier keine klare Abgrenzung für die Stauden, welche nur in einem einzigen Bereich angesiedelt sind (s.o.).

Freifläche

Die Freifläche ist offen, mit wenig oder gar keiner Beschattung durch Gehölze. Deswegen ist eine permanente Besonnung und sehr geringer Wurzeldruck durch konkurrierende Pflanzen vorhanden. Allerdings unterscheiden sich Freiflächen stark in ihrer Exposition, der Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit, je nach dem welcher Seite sie zugewandt sind (z.B. Süd- oder Nordhang, Ebene). Die Bodenbeschaffenheit beeinflusst deutlich die botanische Vielfalt. So muss man zwischen durchlässig trockenen (auch Tendenz zum Steingarten) und feuchten (auch Tendenz zum Wasserrand) Standorten unterscheiden.

Präriegarten, RHS Wisley 2011

Steingarten

Dieser Lebensbereich ist relativ rau. Steingärten sind heiße, trockene Standorte. Der Untergrund ist steinig, bestehend aus Schotter, welcher durch große Steine unterbrochen wird. Dies macht den Boden sehr durchlässig bedingt durch die geringe Wasserhaltekraft. Ebenso sind Nährstoffe wenig vorhanden. Es herrscht volle Besonnung bei hoher Wärmerückstrahlung durch die Steine, was zu großer Aufhitzung führen kann. Die Flora in Steingärten ist üblicherweise von geringem Wuchs mit sehr wenigen schattenspendenen Gehölzen. Daher müssen Pflanzen Hitze- und Trockenheitsresistent sein. Die offene Fläche bietet außerdem keinen Schutz vor harschen Winden und Frösten.

Botanischer Garten Osnabrück, 2008

Alpinum

Das Alpinum gleicht einem Hochgebirgsstandort. Folglich sehr ähnlich wie der Steingarten, allerdings wesentlich extremer. Erde oder Humus gibt es kaum, um nahrhaften Wurzelraum für Pflanzen zu bieten. Vielmehr müssen sich Pflanzen in winzige Lücken im Geröll suchen. Es weht ein stetiger Wind. Die Pflanzen müssen an hohe Temperturschwankungen zwischen Tag und Nacht und den Jahreszeiten angepasst sein, sogar an zeitweiser Überdeckung durch Schnee und Eis. Die angesiedelten Pflanzen sind generell sehr konkurrenzschwach.

Beet

Das Beet ist ein von Menschenhand geschaffener Lebensbereich. Der Boden ist offen, kultiviert und gehaltvoll bei guter Wasserverfügbarkeit (auch durch die künstliche Bewässerung). Dieser Standort ist mehr als jeder andere weitestgehend manipuliert und den Ansprüchen der Pflanzen gerecht gemacht. Daher findet man hier eine extrem hohe Artenvielfalt. Stauden für diesen Lebensbereich nennt man auch Pracht- oder Rabattenstauden, weil sie auffallend reich blühen und zumeist Zuchtsorten sind.

NT Woolbedding, 2011

Wasserrand

Der Wasserrand sollte nicht mit der Bezeichnung "Sumpf" gleichgesetzt werden. Am Wasserrand herrscht feuchter Boden, welcher zeitweilig abgetrocknet oder geflutet ist, wohingegen der Sumpf immer und ständig staunass bis stagnierend ist. Ansonsten kann der Wasserrand sonnig bis schattig sein, je nach dem welche Nachbarpflanzen vorhanden sind.

Wasser

Der Lebensbereich Wasser ist vor allem durch die Wassertiefe beeinflusst, nach denen sich die Flora richtet. Nicht alle Pflanzen sind an variable Wassertiefen angepasst. Mit einhergehend muss auch das Vereisen des Wassers betrachtet werden. Ist die Wassertiefe nur gering, gefriert im Winter wahrscheinlich das gesamte Wasservolumen, während bei tieferen Wässern nur die Oberfläche betroffen ist. Auch sollte man den Wasserfluss mitbedenken. Manche Pflanzen brauchen eine stetige Strömung, andere tolerieren stagnierendes Wasser. So kann man zwischen Schwimmblattpflanzen, Unterwasserpflanzen und freischwimmende Wasserpflanzen unterscheiden.

Longstock Watergardens, 2009



Sonntag, 10. Februar 2013

Stauden in der Gestaltung

Maximillianpark Hamm 2008
In der Gartengestaltung spielen Stauden (mehrjährige krautige Pflanzen) eine wichtige Rolle. Sie geben einer Pflanzung Tiefe und Inhalt, intensivieren durch ihre Blatttextur und Blütenfarbe eine bestimmte Stimmung oder Atmosphäre, während holzige Pflanzen wie Bäume und Sträucher das Grundgerüst des Gartens bilden.
» Infolge der wachsenden Bedeutung der Stauden in den Gärten, entstanden spezialisierte Anzuchtstätten. «  aus "Stauden im Freiland", Bernd Hertle
So wurde 1880 die erste reine Staudengärtnerei in Tottenham, England gegründet. Viele deutsche und auch niederländische Gärtner verbrachten einige Gesellenjahre dort. Georg Arends war einer von ihnen und brachte den englischen Staudengarteneinfluss nach Deutschland. Er eröffnete 1888 die erste Staudengärtnerei in Wuppertal. Seither brachte diese Gärtnerei viele neue Züchtungen hervor. Auch Karl Foerster beeinflusste maßgeblich die deutsche Gartenkultur.

Stauden erfreuten sich großer Beliebtheit. Allerdings unterschied sich das deutsche kontinentale Klima sehr vom englischen ozeanischen Klima. Daher gedeihen in England eine größere Staudenvielfalt und auch Stauden unterschiedlichster Lebensbereiche können erfolgreicher miteinander kombiniert werden. In Deutschland wurde es daher sehr wichtig die Standortansprüche der Stauden genauestens zu kennen, um dennoch einen ebenso vielseitigen Staudengarten dauerhaft zu gestalten.

Um Stauden erfolgreich, effektiv und dauerhaft einzusetzen, sollte man über deren Charaktereigenschaften und vor allem über deren heimatlichen Ursprungsstandorte bescheid wissen. Der heimatliche Standort ist jene Nische, in welcher sie am erfolgreichsten gedeihen, weil sie sich über Jahrtausende daran angepasst haben (Stichwort Evolution). Dies bedeutet nicht simples Überleben, sondern sie kommen hier zur vollen Entfaltung, was essentiell für die optimale Gartengestaltung ist.

Sir Harold Hillier Gardens 2012

Die Standortansprüche der Pflanzen setzen sich aus sieben Faktoren zusammen:
  1. Bodeneigenschaften
  2. Nährstoffangebot (im Zusammenhang mit dem pH-Wert)
  3. Lichtangebot
  4. Wasserverfügbarkeit
  5. Luftfeuchte
  6. Temperatur
  7. Konkurrenz durch andere Pflanzen
Diese Faktoren sollten eine ebenso wichtige Rolle spielen wie die Gestaltung selbst, welche aus gleichfalls aus sieben Faktoren besteht.
  1. Farbe der Blüten und des Laubes
  2. Pflanzenhöhe
  3. Habitus
  4. Blattform
  5. Textur
  6. Struktur
  7. jahreszeitliche Entwicklung

Maximillianpark Hamm 2008
Nichtsdestotrotz sind Stauden anpassungsfähig. Ist der Standort zu sonnig gewählt kann die Pflanze bei reichlichem Wasserangebot durchaus gedeihen. Manche sonnenliebende Pflanzen wachsen im Schatten größer als sie an einem sonnigem Standort würden, weil sie auf der "Suche" nach mehr Sonnenlicht sind. Auch ist das Laub von Sonnenpflanzen an Schattenstandorten größer, was bei einer Gartengestaltung beachtet werden muss. Ebenso könnte sich die Blütenfarbe durch den höheren Strahlungseinfluss verändern, oder die Pflanze blüht nur sehr spärlich, weil sie nicht genug Sonnenlicht bekommt.

Oftmals muss eine Gartengestaltung im Jahr nach der Erstellung kritisch betrachtet werden. Pflanzen die sich nicht wie "geplant" verhalten, müssen eventuell ausgetauscht werden. Erst wenn man viele Jahre lang Erfahrung in der Gartengestaltung hat, werden solche Missglücke weniger, einfach weil man über die Jahre die Pflanzen mehr und mehr an verschiedenen Standorten kennengelernt hat. Am Ende kann man die gesammelte Erfahrung bis hin zur absichtlichen Manipulation nutzen. Weiß man beispielsweise das eine hohe und großblättrige Sorte an einem sehr sonnigem, aber gut feuchtem Standort wesentlich kleinwüchsiger bleibt, kann man diese Pflanze womöglich dennoch erfolgreich und dauerhaft im Vordergrund platzieren, wo sie üblicherweise eher im Hintegrund und im Schatten angesiedelt sein sollte.

Maximillianpark Hamm 2008
Andere Pflanzen kann man natürlich auch durch dauerhaften menschlichen Einfluss manipulieren. Dies ist gängige Praxis in vielen englischen Gärten. Dort werden zum Beispiel Cotinus sp., Catalpa sp. oder Cercis sp., welche normalerweise große Bäume bilden, durch jährlichen, drastischen Schnitt klein gehalten (coppicing). Ein gewünschter Nebeneffekt ist außerdem, dass diese Pflanzen durch den jährlichen Schnitt wesentlich größeres Laub bilden und damit noch mehr Struktur in die Gestaltung einbringen.

Eine Gartengestaltung, die dauerhaft mit ihrem Zauber überzeugen soll, erfordert somit nicht nur die Theorie über Gestaltungselemente wie Farben uns Texturen, sondern vor allem Expertenwissen über die verwendeten Pflanzen und jahrelange Erfahrung im Umgang mit ihnen.

Freitag, 8. Februar 2013

Bestellte Samen sind angekommen

Meine bestellten Samen von der Royal Horticultural Society sind gerade eben geliefert worden, hurra! Da freut sich doch mein Gärtnerherz. Eigentlich perfektes Timing, wo ja nun Wochenende ist. Ein Jammer dass ich gerade dieses Wochenende wegfahre und daher keine Zeit habe direkt loszulegen.

Die Lieferung kam mit einer kurzen Beschreibung, was für eine erfolgreiche Keimung zu tun sei. Noch besser aber ist die Pflanzenliste, die dann pro Art detailliert angibt, welche Behandlung die Samen bekommen müssen, um am Ende auch zu keimen. Da werd ich mich sofort darin vertiefen und auch meine Vermehrungsbücher noch einmal studieren. Die kann ich ja auch in die Tasche stecken und mitnehmen.

Als RHS Mitglied hat man das Privileg bis zu 20 Samentütchen bestellen zu dürfen.
Ich kann es kaum erwarten!

Donnerstag, 7. Februar 2013

Bewertung: "Gardens Illustrated" BBC Gartenmagazin

Der BBC (British Broadcasting Corporation) bringt ebenfalls eine monatliche Gartenzeitschrift "Gardens Illustrated" heraus. Für £3,95 pro Stück im Handel oder für £16,75 im 6monats-Abo bzw. £35,90 im Jahresabo erhältlich.

Der BBC als Herausgeber verspricht wunderschöne Fotos. So findet man auch ganz so wie der Titel beschreibt, viele große Bilder rund um den Garten; sei es Blüten, Früchte, Gartengestaltungsideen oder prächtige Eindrücke aus anderen Gärten.


BBC "Gardens Illustrated", Januar 2013 BBC "Gardens Illustrated", Februar 2013

Obwohl auch hier hochrangige Gartenbaupersönlichkeiten wie Carol Klein oder Roy Lancaster Artikel für diese Zeitschrift verfassen, ist die fachliche/botanische Qualität nicht so hoch wie die Konkurrenz der RHS "The Garden": Botanische Namen findet man hier in wenigen Fällen, Pflanzennamen werden im Allgemeinen gebraucht. Meist werden Pflanzen mit schönen, harmonischen Worten umschrieben, statt mit einem eindeutig identifizierbarem Namen bezeichnet zu werden.

Auch findet man hier wesentlich mehr Werbung, welche sich durch die ganze Zeitschrift zieht. Hierbei bezieht sich die Werbung nicht nur auf Baumschulen, sondern besonders auf Edelmarken für Gewächshaus, Wintergarten und Veranda, Gartenmöbel, Gartenbelichtung und teure Kunstobjekte für den Garten wie Skulpturen oder Antiquitäten aus Stein. Bekannte Landschaftsdesigner werben auch hier mit träumerischen Bildern und Visionen von Wandelgärten etc. Viel wird auch die RHS beworben. Hauptsächlich natürlich die Blumenausstellungen der RHS, aber auch andere Angebote.

Die bloße Erscheinung einzelner Artikel ist so gestaltet, dass es harmonisch für das Auge ist und der erste Eindruck sehr ansprechend wirkt. Damit ist es eine Zeitschrift zum Durchblättern und Träumen. Eventuell kann man sich die eine oder andere Idee für den eigenen Garten abgucken, der Sinn dieses Magazins ist es aber Wünsche zu wecken. Folglich ist "Gardens Illustrated" keine gärtnerische Fachzeitschrift um Ratschläge zu bekommen oder Neues über Pflanzen zu lernen.

Damit würde ich diese Zeitschrift für Wohlhabende einstufen. Die anvisierte Leserschaft sind Landhausbesitzer. Ginge es um Schönheit allein, würde ich vier Sterne vergeben. Da für mich allerdings der fachliche Inhalt zählt, vergebe ich nur drei Sterne.



Mittwoch, 6. Februar 2013

New Forest Living Article

Ich wurde gefragt einen Artikel über mich und meine Bonsai für Minerva Publications zu schreiben. Der Artikel wird auf einer Doppelseite in der Märzausgabe erscheinen. Viel Spaß beim Lesen !
»» Das erste Mal, als ich einen ausgewachsenen Bonsai vor mir sah, war 2005 als ich in Osnabrück begann Gartenbau zu studieren. Zuvor schon hatte ich ein paar Jahre mit Sämlingen experimentiert, aber noch kein richtiges Wissen über die eigentliche Bonsaikultur aufgebaut. Über Jahre schon gefiel mir die Idee einen Miniaturbaum heranzuziehen. So begann ich mit ein paar Sämlingen herum zu spielen. Erst während des Studiums hatte ich Gelegenheit mich richtig in dieses Hobby zu vertiefen.

Mein allererster Bonsai, und gegenwärtig ältester Bonsai, ist ein Ginkgo biloba, der dieses Frühjahr 11 Jahre alt wird. Mittlerweile bin ich dem Zauber der Bonsai und dem Sammeln kleiner Bäume völlig erlegen, so dass sich meine Sammlung momentan auf rund 120 Exemplare beläuft. Besonders seit ich im Sir Harold Hillier Arboretum als Area Manager arbeite, hat sich meine Sammlung gewaltig vergrößert. Viele davon sind Sämlinge, die noch lange keine Bonsai sind und noch zahlreiche Jahre des Formens brauchen. Andere sind schon durchaus als Bonsai erkennbar, brauchen aber dennoch Jahrzehnte, um ihre wahre Pracht zu zeigen.

Bonsai-Ausstellung auf der Hampton Court Palace Flower Show 2011
Bonsai ist eine Kunst, welchen ihren Ursprung aus China vor über 2000 Jahren hat. Nicht lange danach und diese Kunstform kam nach Japan, wo sie sich frei entfaltete, so wie wir sie heute kennen; während parallel die chinesischen Künstler auf ihre Weise diese Kunst weiter entwickelten, allerdings weniger berühmt damit wurden. Die Kunst der Miniaturbäume kam erst viele Jahre später nach Europa, als 1853 Robert Fortune nach China reiste. Seine Aufgabe war es Pflanzen zu sammeln und beobachtete dabei chinesische Bonsaikünstler.
Seitdem 20 Jh. erst wurden Bonsai mit dem Zweck sie zu verkaufen effektiv kultiviert, vermehrt und produziert.

Bonsai muss als Kunstform verstanden werden. Es ist nicht einfach nur ein Baum, der in einen viel zu kleinen Topf gezwängt wird und dadurch zum Miniaturwuchs gezwungen wird. Um einen Bonsai heranzuziehen, gehört profundes gartenbauliches Wissen und botanisches Verständnis. Die Kunst erschafft Miniaturlandschaften und erweckt genauso Gefühle und Stimmungen wie die Gemälde oder Musik klassischer Künstler. Es geht um das Heranziehen des Bonsai, nicht darum sich einen "fertigen" Baum in den Garten zu stellen. Daher braucht man für dieses Hobby viel Zeit und Geduld. Ein Bonsai wird viele Jahre bis zu seiner endgültigen Form brauchen, und selbst dann hört er nicht auf zu wachsen. Bei richtiger Pflege wird der Bonsai den Besitzer überleben, weswegen Bonsai in der Vergangenheit innerhalb der Familie weitergegeben wurden.

Crataegus monogyna
Ein Bonsai lebt und ändert sich stetig wie jede andere Pflanze, genauso wie sich ein Garten mit jeder Jahreszeit, vor allem aber auch mit jedem Sonnenkreis, verändert. Stetige Beobachtung des Baumes führt zum Verständnis der Bedürfnisse und der Gestaltung. In der Kunst der Bonsai gibt es kein Richtig oder Falsch bei der Gestaltung, sondern Künstler die ihre Kunstobjekte unterschiedlich betrachten und interpretieren. Natürlich geben Bücher Kulturanleitungen und auch Inspiration in Sachen Design, genauso wie der Besuch einer Bonsaiausstellung viele Ideen hervorbringt. Die Umsetzung bleibt letztlich dem Künstler selbst überlassen und kann nach Belieben jederzeit abgeändert werden.

 Das Sir Harold Hillier Arboretum gibt mir in diesem Jahr die Möglichkeit drei Lehrgänge für die Öffentlichkeit abzuhalten. Am 24. März 2013 werde ich mit einer Einführung in dieses faszinierende Hobby beginnen. Ein Starterset kann dort erworben werden, welches einen kleinen Baum, eine Anzuchtschale und die benötigte Erde beinhaltet. Gefolgt wird der März-Lehrgang von zwei weiteren Seminaren im Juni und im September, in denen ich mein Wissen und meine Erfahrung über Gestaltung und Pflege gerne teilen werde. Teilnehmen kann jeder, der ein Interesse an Bonsai hat, sei es selber schon mit Pflanzenmaterial experimentiert oder einfach nur von Bonsai gehört hat. Ich freue mich! ««

Sonntag, 3. Februar 2013

Botaniquarium 3.0 online

Immer mal wieder bekomme ich neue Ideen für meine Webseite Botaniquarium. Meistens habe ich allerdings nicht die Zeit solche Ideen umzusetzen. Manchmal fehlt auch einfach das Wissen in diversen Programmiersprachen. In html und CSS kenne ich mich mittlerweile recht gut aus, aber Java oder Flash ist eine völlig andere Welt, welche ein Vollzeitstudium erfordert.

Damit zurück zum Zeitfaktor. Botaniquarium ist ein Hobby, ein Projekt, das ich nur in der Freizeit betreiben kann. Obwohl ich hin und wieder gerne mehr Zeit daran verbringen möchte, gibt es aber noch viele andere Dinge, die entweder erledigt werden müssen (Geld verdienen z.B.) oder ich gerne statt dessen machen möchte (gärtnern und Bonsai z.B.).
Somit muss ich, wie auch die bisher spärlichen Besucher, geduldig sein.

Nichtsdestotrotz habe ich die Startseite überarbeiten können, welche nun wesentlich freundlicher und aktiver erscheint. Es gibt leider nach wie vor viele Seiten, welche noch mit Inhalt gefüllt werden müssen. Somit erbitte ich Verständnis und hoffe auf Geduld. Falls Fehler auftreten, bitte schickt mir eine email an email@botaniquarium.eu


Samstag, 2. Februar 2013

Niederschlag Januar 2013

Ort: Romsey, Hampshire, UK

Messungszeitpunkt: täglich um 8.00 Uhr morgens

Gesamtniederschlagsmenge im Januar: 119,5 mm

Freitag, 1. Februar 2013

Februar: Wichtige Gartenarbeiten

Generelle Gartenarbeiten:
  • das Umgraben der Beete beenden.
  • neue Beet erstellen.
  • Jungpflanzen kaufen oder bestellen.

Rasen:
  • nach wie vor möglichst nicht betreten, falls unvermeidlich Planken als Wege nutzen
  • falls mild und trocken, kann der Rasen geschnitten werden
  • neue Flächen für die Aussaat neuer Rasenbereiche vorbereiten

Bäume, Sträucher und Kletterpflanzen:
  • Pflanzen von Schneelast befreien, um Abbrechen der Äste zu vermeiden
  • spätblühende Clematis zurückschneiden, wenn nötig.
  • zu groß gewordene Hecken, Kletterpflanzen und Sträucher können jetzt stark zurückgeschnitten werden.
  • Bäume und Sträucher können immer noch umgepflanzt werden, obwohl November oder März idealer wären

Blütenstauden:
  • in warmem, trockenem Wetter können frühblühende Zwiebeln und Primeln ausgepflanzt werden
  • Maiglöckchen jetzt pflanzen
  • sommergrüne Gräser, die über den Winter stehen gelassen wurden, jetzt herunter schneiden

Balkon:
  • Nicht zu früh pflanzen, es gibt immer noch Fröste in der Nacht. Lieber warten und mehr von den Frühjahrsblühern haben.
  • Primeln auspflanzen, wenn die Nächte wärmer werden
  • Veilchen putzen
  • Erde in Ganzjahres-Töpfen austauschen

Gemüse und Kräuter:
  • schwarze Folie auslegen, zur Vorbereitung der Frühaussaaten (wärmt den Boden)
  • erste Frühjahrsaussaaten möglich, mit Vlies abdecken
  • Jerusalem-Artischocken und Schalotten auspflanzen
  • Kräuter in Töpfen in frische Erde umtopfen

Früchte:
  • Apfel- und Birnenbäume jetzt schneiden
  • Erdbeeren zum Schutz mit Vlies abdecken
  • in milden Lagen Weinreben und Feigenbäume schneiden
  • alte Weichfruchtbüsche (z.B. Johannisbeeren, Himbeeren) jetzt durch Schnitt verjüngen
  • Wurzelnackte Ware jetzt pflanzen
  • Schutznetze von Schnee befreien

Unter Glas:
  • Begonien und Fleißige Lieschen aussäen
  • Gewächshaus an wärmeren Tagen belüften
  • frühe Gemüsesorten aussäen (z.B. Porree, Erbsen, Bohnen, Zwiebeln, Karotten)
  • Kartoffeln antreiben
  • Fuchsien an wärmeren Tagen mit Wasser besprühen, um den Neuaustrieb zu fördern.

Wasser:
  • Vereisung des Teiches verhindern
  • neuen Teich anlegen



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