Sonntag, 3. März 2013

Ein Silberstreif am Himmel

Endlich tut sich was im Vorgarten. Das Wetter war herrlich. Warmer Sonnenschein lud zum fleißigen Gärtnern ein. Da habe ich natürlich nicht lange getrödelt und bin sobald raus aus dem Haus.

Langsam wird die Zeit knapp. Nachdem der Winter so furchtbar verregnet war, gab es nun zwei Wochen Trockenheit. Insgesamt war der Winter bisher traditionell Englisch mild, was ich sehr begrüße. So brauchte ich mir nicht all zu viele Sorgen um meine Zöglinge in meiner kleinen Baumschule machen. Allerdings wuchs dementsprechend das Unkraut und machte praktisch keine Winterpause. Auch dürften sich diverse Schädlinge ebenfalls über den milden Winter gefreut haben. Denn auch wenn ein milder Winter mir persönlich lieber ist, so hat der Frost doch sein Gutes und dezimiert die Anzahl der Schädlinge und Unkräuter.

Innerhalb weniger Tage allerdings sind die Knospen an Strauch und Baum geschwollen, die Unkräuter wachsen umso grüner und die ersten Vögelchen zwitschern. Kein Zurück, der Frühling ist so ziemlich da. Für mich eine wundervolle Jahreszeit. Pflanzen erwachen aus ihrem Winterschlaf und was für lange Zeit abgestorben aussah, fängt mit frischer Energie an zu sprießen. Man kann förmlich diese Energie spüren oder sogar riechen. Automatisch habe ich ein Lächeln auf den Lippen, gehe mit mehr Freude durch den Tag und fühle ich mich gleichermaßen voller Energie.

Nun diese Energie wollte ich doch gleich für etwas Sinnvolles nutzen. Nämlich für den Vorgarten, der schon längst hätte fertig sein sollen; und nun bleiben mir nur noch sehr wenige Wochen zum Aufholen. Immer noch musste ich diesen unbekannten Strauch entlang der Hauswand ausgraben, zwei Hartriegel entfernen, Wurzeln der Ackerwinde jagen und das Ganze am Ende schön mulchen und umgraben. So wäre dann alles fertig zum Pflanzen.

vorher nachher

Natürlich gab es wieder einmal Unmengen Steine und Kiesel aufzusammeln. ICh weiß, dass es wahrscheinlich eine dumme Idee ist, nehmen die Kiesel einfach kein Ende und ist scheinbar eine örtliche Gegebenheit (Nachbarn usw. haben das gleiche Problem). Dennoch denke ich mir: jeder Tropfen höhlt den Stein. Wo ich ohnehin schon am Graben war, kann ich auch eben ein paar Kiesel sammeln. Irgendwann vielleicht ist der Boden weitestgehend Kieselfrei und damit schön kultiviert. Langfristig denken ist doch immer besser als kurzsichtig.

Am Ende erwies sich der Strauch entlang der Hauswand als ziemlich zäh (umso mehr möchte ich unbedingt herausfinden was es ist). Eine scheußliche Pflanze, die ich nicht einmal einem unbeliebten Nachbar geben würde. 
Schließlich blieb der Stumpf eines Juglans-Sämlings stehen. Nach stundenlangem Graben, Hacken und Sägen, ging mir die Puste aus. Den Stumpf werde ich beim nächsten Mal ausgraben.

Nigella damascena, Osterglocken und einer bunten Mischung Unkräuter
Gegenüber im Beet an der Straßenseite (wobei das Beet sich gut getarnt unter die ehemalige Rasenfläche mischt) gibt es immer noch haufenweise Unkraut. Ein wenig konnte auch hier die Zahl dezimiert werden, es bleibt dennoch ordentlich viel Arbeit für das nächste Mal über.



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