Freitag, 29. März 2013

Tonnenweise Mulch

In den vergangenen vier Wochen hat das ganze Gärtnerteam des Sir Harold Hillier Arboretum damit zugebracht, dienstags und donnerstags Mulch zu schaufeln und auf den weitläufigen neuangelegten Centenary Border-Beeten zu verteilen.

Als Mulch haben wir Pro-Grow von der Kommune Hampshire County Council bekommen. Da wir teil dessen sind, war dies eine kostenfreie Variante. Aber auch wenn es mit Kosten verbunden gewesen wäre, Pro-Grow ist ein fantastischer Mulch. Aus Grünabfällen der umliegenden Haushalte gesammelt, professionell kompostiert und zur Hygiene stark erhitzt, ist Pro-Grow ein sehr reichhaltiger, fein zermahlener, dunkler Mulch, welcher die Beete konditioniert und gleichzeitig wunderbar sauber und uniform aussehen lässt.

Beete mit kommunalem Pro-Grow Mulch

Geschätzte 400 Tonnen Mulch wurden auf den Beeten verteilt, nicht mehr als 5cm dick aufgetragen. So gab es unendlich viele Schubkarren zu schieben und stundenlanges harken war vorprogrammiert. Für die nächsten zehn Jahre habe ich genug Mulch in meinem Leben gesehen. Schwierig war es die vielen frischen Pflanzentriebe nicht zu beschädigen oder unter dem Mulch zu begraben. So gesehen war diese Mulchaktion zeitlich zu spät durchgeführt, konnte allerdings aufgrund von Lieferschwierigkeiten dank des schlechten Wetters leider nicht besser organisiert werden.

Zuvor waren alle Rittersporne (Delphinium sp.) mit Drahtröhren eingezäunt worden. Diese werden die Triebe stützen und später die schweren Blütenstängel aufrecht halten. Den Draht wird man im Sommer dann kaum noch sehen, wenn die Pflanzen das meiste mit ihren Blättern verdecken. Auch umrandeten wir die Rosen mit Haselzweigen, um sie vor Rehfraß zu schützen. Leider gibt es viele derbe Schäden durch Rehe (und Kaninchen). Ein Experiment, welches hoffentlich erfolgreich ausgeht. Zuvor schon, gab es Rosen hier in der Vergangenheit, damals von Sir Harold gepflanzt, die aber schnell durch kontinuierlichen Fraßschaden aufgaben und somit von Centenary Border verschwanden.

Damit ist die Renovierung von Centenary Border zu 98% abgeschlossen. Einzig ein Pavillon fehlt noch, der östlich vom Mittelkreis (auf dem Bild links vom großen Baum) in den nächsten Wochen aufgebaut werden soll.

Anfang Juli diesen Jahres wird Centenary Border offiziell zelebriert.

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