Sonntag, 19. Mai 2013

Devons Nordküste

Die vergangene Woche habe ich an Devons Nordküste verbracht. Eine landschaftlich dramatische Szenerie, die zugleich mit fantastischen Entdeckungen fasziniert. Wer also nicht Fußfaul ist, kann hier über Monate erkunden.

Rockham Bay, Devon
Zu dieser Zeit waren die Hügel und Klippen mit leuchtend gelbem Stechginster, Ulex europaeus (Fabaceae) überzogenen. Ein schmaler Küstenpfad lud zum stundenlangen Wandern ein, um den einen oder anderen versteckten Leuchtturm zu entdecken. Von den Hügelkämmen aus hatte man eine fantastische Aussicht zur benachbarten Insel Lundy, oder ins Inland. Mit ein wenig Glück kann man entlang der Küste außerdem Robben beobachten, obwohl ich keine gesehen habe.

Natürlich war ich neben Erholung und Entspannung auch auf botanischem Exkurs. Schließlich war ich neugierig und erkundete die Klippen und Steilhänge genauer. Dort fand ich so einige schöne Pflanzen, welche sich an diesem harschen Standort mit stürmischen Winden und salziger Luft adaptiert haben.  

Botanische Vielfalt an den Schiefer-Klippen

Armeria maritima
Armeria maritima war dabei wohl am häufigsten zu finden. Diese kleine Grasnelke klammerte sich an die kleinsten Nischen im Schiefergestein. Grundsätzlich ist diese Pflanze sehr anpassungsfähig und damit auch sehr leicht für den Garten zu kultivieren. Daher wird sie auch oft in Steingärten und anderen verwendet.

Das Klippen-Leimkraut, Silene uniflora (ehemals S. maritima) gefiel mir optisch am besten. Die weißen röhrenförmigen Blüten zitterten sachte im Wind geschützter Ecken, umhüllt von einer dunkelrot geäderten Schale.

Silene uniflora, Klippen-Leimkraut
Der Meer-Fenchel, Crithmum maritimum, findet sogar kulinarisch Verwendung und wird als teures Gewürzkraut für Delikatessen angeboten. Ich habe mir allerdings sagen lassen, dass er einen starken Geschmacksgeber, z.B. Aal, braucht, weil der Meer-Fenchel ansonsten etwas bitter schmeckt.

Crithmum maritimum, Meer-Fenchel
Umbilicus rupestris, auch Venusnabel genannt, gehört zur Familie der Dickblattgewächse, Crassulaceae. Typisch dafür sind die fleischigen Blätter, welche zur Speicherung von Wasser genutzt werden. Manches Exemplar hatte Blätter die fast so groß wie meine Handfläche waren. Hier an Devons Küste habe ich U. rupestris in Mauern und Felsvorsprüngen wachsen gesehen, die mehrheitlich nach Westen ausgerichtet oder teilweise beschattet gewesen waren.

Umbilicus rupestris, Venusnabel

Anthyllis vulneraria, Gewöhnlicher Wundklee
Der Gewöhnliche Wundklee gehört wie auch der Stechginster, Ulex europaeus zur Familie der Schmetterlingsblütengewächse, Fabaceae. Die leuchtend gelben Schmetterlingsblüten sitzen in den Achseln unpaarig gefiederter Blätter. Dieses kleine Kraut bevorzugt alkalischen, kalkreichen Boden mit wenigen Nährstoffen. Der Wundklee bekam seinen Namen durch seine wundheilenden Eigenschaften, wurde damit in der Vergangenheit als Wundheilmittel benutzt. Saponine und Gerbstoffe in der Pflanze haben eine blutstillende Wirkung.

Ebenso weit verbreitet schien Lotus corniculatus, welches ich häufig an den Klippen wachsend gefunden habe. Ebenfalls teil der Schmetterlingsblütenfamilie Fabaceae, trägt dieses Kraut die typisch gelben Blüten, die zudem purpur überlaufen sind. Insgesamt aber etwas gedrungener wüchsig als Anthyllis vulneraria, jedoch mit größeren Blütenköpfen. In jungem Stadium erscheinen die gefiederten Blätter samtig behaart.

Auch Achillea millefolium, ein weithin bekanntes Kraut, fand ich zwischen den Felsen und Gräsern auf den Klippen. Hier zwergwüchsig und sehr gedrungen, trotzte es den harschen Bedingungen.

Beta vulgaris ssp. maritima

Wer kennt nicht die Gemüsearten Rote Bete, Beta vulgaris var. vulgaris oder Mangold, Beta vulgaris ssp. cicla? Nun, an den Felshängen fand ich ein naher Verwandter, See-Mangold oder zu latein Beta vulgaris ssp. maritima. Das Aussehen kann leicht mit dem kleinen Sauerampfer Rumex acetosella verwechselt werden, obwohl tatsächlich in der Familie der Chenopodiaceae (statt Polygonaceae) und damit verwandt mit Gänsefuß und Melde, unter anderem aber auch mit dem essbaren Quinoa, Chenopodium quinoa.

Obwohl an Devons Nordküste, sind einige Strände nach Westen ausgerichtet. Bei blauem Himmel und Sonnenschein kann man hier also wunderbare Sonnenuntergänge am Sandstrand beobachten. Ein wunderbarer Abschiedsgruß an unserem letzten Abend.

Woolacombe Bay, Devon

Mittwoch, 15. Mai 2013

The Lost Gardens of Heligan

Seit Jahren hörte ich zahlreiche Geschichten über The Lost Gardens of Heligan und wie wundervoll atmosphärisch dieser Garten sei. 2009 war ich bereits auf dem Weg nach St. Austell, Cornwall gewesen, um eben Lost Heligan zu besuchen. Leider endete die Reise in einem schweren Autounfall, so dass ich nie dort ankam. Seither hatte ich auf eine erneute Chance für einen Besuch gewartet.

Obwohl wir in der Nähe von Woolacombe campierten, erschien der Garten dennoch in Reichweite für einen Tagesausflug. Es galten 95 Meilen (ca. 150km) zu überwinden, um von der Nordküste Devons zur Südküste in Cornwall zu fahren. Nach fast drei Stunden Fahrt, vielem Suchen und Umkehren bis endlich der richtige Weg gefunden war (St. Austell ist miserabel beschildert), erreichten wir The Lost Gardens of Heligan. Die ganze Zeit hatte es aus Eimern geregnet und die Wettervorhersage war für den ganzen Tag extrem nass. Dennoch war mein Wunsch endlich den Garten zu sehen größer als die Unannehmlichkeiten des Wetters.

Der Eingang von Lost Gardens of Heligan

Lost Heligan hat eine bewegte und dank Tim Smit nun auch eine berühmte Geschichte. Tim zog vor Jahren nach Cornwall. Auf der Suche nach einem Feld für seine Schweine, stöberte er in den umliegenden Ländereien und stoß dabei auf einen vergessenen Garten. Nach ein wenig Recherche fand er heraus, dass die Ländereien der Familie Tremayne seit über 400 Jahren gehörten. Seit Jahrzehnten sich selbst überlassen, fand Tim dort verfallene viktorianische Gewächshäuser und Ruinen, nebst verwilderten botanischen Raritäten und Besonderheiten.

"Our discovery of a tiny room, buried under fallen masonry in the corner of one of the walled gardens, was to unlock the secret of their demise."

"Die Entdeckung eines winzigen Raumes, unter gefallenen Mauerwerk in der Ecke einer der ummauerten Gärten begraben, hatte das Geheimnis des Unterganges enthüllt." aus: Heligans Geschichte

Eingangsbereich mit Souvenirladen und Café
Mit unermesslichem Aufwand und viel Hilfe von Freunden, restaurierte Tim Smit den Garten, mit Unterstützung der Tremayne-Familie. Um die finanziellen Mittel aufzuwenden, vermarktete Tim den Garten so gut wie möglich, schrieb Bücher über seine Erfahrungen des Wiederaufbaus und war in allen möglichen Fernsehsendungen zu sehen. Dies entwickelte sich zu purem Erfolg, so dass Tim im Jahr 2000 Eden Project, unweit von Lost Heligan, gründete.

Übersichtskarte des Gartens Lost Heligan

Am Eingang von Lost Heligan müssen Erwachsene saftige £11 bezahlen. Dort bekamen wir eine Übersichtskarte und Mini-Kompass überreicht. Natürlich war die Karte in dem strömenden Regen schon nach wenigen Minuten durchweicht. Wir schlenderten durch die Northern Gardens, bepflanzt mit alten Rhododendron, die ihre Äste und Stämme kunstvoll umeinander schlungen; betulichst darauf bedacht den fiesen Regen zu ignorieren. Die Rhododendron waren mit tief hängenden farbenfrohen Blüten bestückt. Zu meiner Enttäuschung waren viele dieser Beete mit Unmengen Unkraut bedeckt. Das sah etwas ungepflegt aus.

Der italienische Garten sah sogar in diesem nassem Grau charmant aus. Bestehend aus einer Terrassenfläche mit einem kleinen Sommerhaus, war dieser Teil des Garten mit bepflanzten Terracottatöpfen und weißen viktorianischen Gartenbänken geschmückt.

Italinische Terrasse blau-blühende Camassia

Gemüsegarten

Vogelscheuche nach englischer Art
Der ummauerte Gemüsegarten hingegen erschien riesig und super-sauber, mit absolut geraden Linien, bepflanzt mit Erbsen, Kartoffeln, Salat und ... Osterglocken? Was haben Osterglocken im Gemüse zu suchen? Später fand ich heraus, dass der Gemüsegarten so angepflanzt wurde, wie damals um 1914. Geschichtliche Erhaltung wird im Garten groß geschrieben, war es schließlich der Grund für die gesamte Restaurierung.

Eine ansehnlich gekleidete Vogelscheuche brachte englischen Stil in den Gemüsegarten. Ob Mr. Tremayne wohl Model gestanden hatte?

Da ich keine Gemüsegärtner bin, finde ich es immer faszinierend zu sehen, wie die Profis Bohnen, Erbsen und Co. anbauen. Selbst nur vom Schauen kann man eine Menge lernen.

Die japanische Weinbeere, Rubus phoenicolasius
Entlang der Mauer gab es viele Spaliere mit allerhand interessantem Obst. Neben den typischen Apfelformationen gab es aber auch die japanische Weinbeere, Rubus phoenicolasius. Beheimatet in Asien (China, Korea und Japan) wurde diese Art Himbeere 1976 in Europa eingeführt. Gegessen habe ich sie selber noch nicht, auch habe ich die Weinbeere bisher nur selten in Gärten gesehen.

Bin ja doch neugierig. Im Sir Harold Hillier Arboretum haben wir laut Datenbank zwei Exemplare, da werde ich die Tage mal auf die Suche gehen.

Durch einen Torbogen gingen wir in den Melonen-Hof. Hier befinden sich die berühmten viktorianischen Frühebeete und Gewächshäuser, wo Anfang des 20. Jahrhunderts das berühmte Bild des Mammnutblattes aufgenommen wurde. Tatsächlich wurden hier Melonen und Ananas angebaut. Heute sind die Beete nach wie vor mit Melonen und exotischem Gemüse wie Pak Choi bestückt. Der Nostalgie Willen wünschte ich mir ein Mammutblatt herbei, einfach nur um genauso das gleiche Bild zu fotografieren. Leider fand ich kein Blatt in der Nähe... *zwinker*


Der Melonen-Hof

Weinreben und Feigenbäume mit anderen exotischen Pflanzen
Leider durften wir nicht in die Gewächshäuser hineingehen. Wir waren mittlerweile schlimm durchnässt. Vermutlich würden die Besuchermassen die Pflanzen beim Vorbeigehen berühren und auf Dauer beschädigen. Allerdings wäre ich bei dem Regen um jede trockene Pause äußerst dankbar gewesen.


The Sundial Garden, der Sonnenuhr-Garten

Der Garten wurde unter anderem auch wegen seiner Baumfarne und urigen Atmosphäre berühmt. Davon gab es tatsächlich genug. Der Regen half dabei ungemein, rann der Regen an den Blättern und Stämmen herunter und verwandelte den Garten in eine riesige Tropsteinhöhle. Üppige Baumfarne sah man überall, die gerade jetzt im Mai frische Wedel entrollen. Da Dicksonia antarctica relativ langsam wachsend ist, sind diese Baumfarne schon älteren Datums. Ob Tim Smit diese, genauso wie die Rhododendron, in der Wildnis gefunden hat oder immens viel Geld investierte, weiß ich nicht. Auf jeden Fall macht sich der Garten das wärmere cornische Klima zunutze.

üppige Baumfarne, Dicksonia antarctica, jeden Alters

Die Diamantenhöhle
Mein Hautpinteresse lag allerdings im Dschungel, hatte ich davon viele Geschichten gehört. Der Dschungel befindet sich etwas abseits in einem kleinen Tal. Hindurch führt ein kleiner Bach der hier und da zu Teichen angestaut ist. Große Brücken kreuzen die Teiche, die mit Bambus, Bananenstauden, Baumfarnen und anderen großblättrigen Pflanzen überwuchert sind. In der Tat gleicht dies alles einer Wildnis und macht dem Namen "Dschungel" alle Ehre. Leider hat es auf mich aber auch wieder den Eindruck des "Vergessens" erweckt. Denn wie es aussah, wurde nicht viel Pflege in diesen Teil investiert. Sei es aus Personalmangel oder um den Dschungeleffekt aufrecht zu erhalten, bleibt ein Rätsel.

Kalopanax sp.

Im Dschungel

Eine wundervolle Rinde, ich muss unbedingt herausfinden welcher Baum dies ist

Am Ende gab meine Kamera leider den Geist auf. Natürlich war Wasser in das Gehäuse geraten. Obwohl aller Vorsicht und ständiges trocknen mit einem Taschentuch (die Linse musste vor jedem Foto mehrmals von Regentropfen befreit werden), hatte ich die Kamera in strömendem Regen benutzt. Wie dumm von mir... Jeder weiß, dass sich Wasser nicht mit elektronischen Geräten verträgt.

Wir sind dann noch weiter über das Heligan Gelände gelaufen, das recht weitläufig ist. Immerhin wollten wir noch den berühmten Riesenkopf und die Mudmaid im Gras liegen sehen. Am Ende blieb uns aber nichts anderes übrig als eine Postkarte zu kaufen, da ja meine Kamera nicht mehr funktionierte.

Nun da ich den Garten Lost Heligan gesehen habe, muss ich doch zugeben, dass ich enttäuscht gewesen bin. Klar, die urigen Rhododendron und Baumfarne haben durchaus ihren Charme, allerdings konnte ich botanisch kaum Besonderes sehen. Ein paar Bananen hier, ein paar Palmen dort; all diese Pflanzen sind für südenglische Verhältnisse mehr oder weniger Standard und sind in vielen Gärten zu sehen. Die Anordnung, Bepflanzung und Gestaltung der Beete war leider auch nicht überragend. Insgesamt fand ich den Zustand der Beete schlimm und sich selbst überlassen. Bis auf den  sehr sauberen Gemüsegarten gab es kein Beet, das nicht mit Unkraut überwuchert gewesen war. Angeblich sind dort 25 Gärtner angestellt, was mich zu dem Schluss führt, dass das Team schlecht organisiert ist. Da sah Abbotsbury Subtropical Gardens mit den gleichen Pflanzen ganz anders aus; und obwohl der Eindruck eines üppigen, exotischen Dschungel erweckt wird, ist dort nichts sich selbst überlassen. So gesehen scheint Lost Heligan allein von der Geschichte der Vergangenheit zu leben.

Die Überlegung irgendwann einmal in Lost Heligan als Gärtner arbeiten zu wollen, führte zu einer schnellen Antwort. Der Wunsch blieb aus.

Samstag, 11. Mai 2013

Eine Woche Urlaub

Heute geht es für mich nach langer Zeit in den Urlaub. In den letzten Jahren konnte ich bis auf Familienbesuche, und jeder weiß, dass Familienbesuche nicht wirklich erholsam sind, keinen richtigen Urlaub machen. Immer wieder war ein Umzug geplant oder diverse andere Dinge verbrauchten meinen Jahresurlaub.

Dieses Jahr aber endlich eine verdiente Ruhepause. Wenn ihr, liebe Leser, dies lest, bin ich gerade mit meinem Partner auf dem Weg nach Nord-Devon. Dort werden wir eine ganze Woche an der Küste verbringen. Geplante Tagesausflüge gehen unter anderem nach Tintagel und Boscastle, sowie nach Lost Gardens of Heligan (siehe auch Heligan-Webseite) Letzteres ist ein langjähriger Wunsch von mir. Vor Jahren versuchte ich diesen Garten zu besuchen, hatte vor deren Haustür allerdings einen schweren Autounfall. Somit habe ich den Garten nie erreicht.

Drückt mir die Daumen, dass wir schönes Wetter haben. Wir lesen uns wieder in einer Woche. 

Viele Grüße,
Eure Janine

Freitag, 10. Mai 2013

How to grow - Rhododendron

Article for Minerva Publications

Around May/June time Rhododendrons and Azaleas are firing up gardens and woodlands. Confusingly Rhododendrons and Azaleas are both running under the same botanical name Rhododendron. They only differ in different numbers of stamens; Rhododendrons counting seven, Azaleas counting five. Otherwise both plants appear to be exactly the same and both having the same requirements for growing.

Brentry Woodland, Sir Harold Hillier Gardens and Arboretum

These mostly evergreen, slow growing, beautiful shrubs or small trees come in hundreds of species and cultivars. They vary considerably in sizes and shapes, from dwarfed mounds to big-leaved trees, hence varieties should be chosen with care and according to space available. They are mainly grown for their spectacular flowers, striking in vivid oranges, pinks, reds and purples. In the Sir Harold Hillier Gardens and Arboretum they are the main feature in Brentry Woodland.

Rhododendron 'Titness Park'

Rhododendron occur originally in diverse habitats, from dense forest to alpine tundra. Being a member of the Ericaceae-family Rhododendron thrive in acidic (lime-free), well-drained soil. Forming shallow root plates they are not able to access water in deeper layers of the soil which makes additional watering in very hot, dry spells especially on sandy soils or when grown on pots essential. To enhance the water holding capacity of sandy soils, organic matter i.e. leaf mould can be mixed in. This also provides rich nutrients for the plants. Planting should be undertaken in autumn or spring. Water well and keep moist for the next couple of months until settled in.


Rhododendron 'Glory of Littleworth'
Propagation of Rhododendron can be easy. Most cultivars layer without difficulty. Branches kept under moist soil cover are likely to grow roots. The following year the layered shoot can be cut of the mother plant and potted on. Although Rhododendron seeds germinate easily, they will not come true as Rhododendron hybridize freely. However, hand pollinated garden plants will generally produce seeds that a true to type, although they will take years to get to flowering stage. Precious specimen are best grafted in late winter or late summer.

My Tips:
Best grown in an open woodland theme Rhododendron combine very well with ferns such as the Royal Fern, Osmunda regalis or the Ostrich Fern, Matteuccia struthiopteris, as well as perennials like the delicate Bleeding Heart, Dicentra spectabilis with its gorgeous, feathery foliage or big-leafed late-flowering Rodgersia pinnata 'Superba'.




Donnerstag, 9. Mai 2013

Rhododendron Ausstellung im Hillier Arboretum


Eine unserer Hauptattraktionen sind derzeit die Rhododendronblüten. Zwischen Mai und Juni entfalten sich die Blütenblätter in prachtvollen Farben. Brentry Woodland wie auch andere Orte im Arboretum fallen mit knalligen Tönen auf. Plötzlich erwachen die sonst eher ausdruckslosen, immergrünen Sträucher in atemberaubendem pink, lila, gelb, orange, rot oder weiß.

Der frühsommerliche Blütenschmuck prahlt aber nicht nur im Brentry Woodland. Diese Woche können die verschiedene Rhododendronarten auch in Jermyns House begutachtet werden. Diese Ausstellung soll einen kleinen Ausschnitt der Blütenpracht zeigen und Besuchern ermöglichen, möglichst viele verschiedene auf kleinem Raum bewundern zu können.

Jermyns House, Oakroom

Rhododendron rex Rhododendron loderi 'Venus'

Rhododendron rex


Rhododendron 'Persimmon'



Mittwoch, 8. Mai 2013

Terrarium

Vor Jahren hatte ich mir ein Terrarium gekauft um Gottesanbeterinnen zu halten. Ein guter Freund züchtete diese Insekten und hatte immer welche abzugeben. So hatte ich für zwei Jahre verschiedene Gottesanbeterinnen. Meistens waren sie so um die 6-12 Wochen alt, manchmal auch älter. Die Lebenserwartung von Gottesanbeterinnen ist nicht besonders hoch, je nach Haltung/Fütterung nur einige Monate bis ein Jahr. Seit dem darauffolgendem Umzug blieb das Terrarium ungenutzt.


Nun habe ich mir überlegt das Terrarium ordentlich zu säubern und es als grünes Gestaltungselement in der Wohnung wieder aufleben zu lassen. Allerdings dieses Mal ohne Bewohner, sondern nur begrünt.

Gereinigtes Terrarium mit frischem Substrat
Dadurch dass das Terrarium mehrere Jahre in der Garage gestanden hatte, war es sehr schmutzig. Zum Teil auch mit Erdresten und Kalkablagerungen verdreckt. Diese habe ich gründlich entfernt und danach die Reinigungsmittel mit reichlich Wasser abgewaschen. Nach dem Reinigen habe ich alles getrocknet und dann den Boden mit frischem Substrat aufgefüllt. Dazu habe ich gewöhnliche Gartenerde benutzt und diese mit ein wenig Sand gemischt.

Nun konnte der Spaß beginnen: die Gestaltung. Ich hatte über die letzten Wochen ein bis zwei Kleinigkeiten aus dem Gartencenter mitgebracht, so einiges aber auch von meinen existierenden Hauspflanzen vermehrt. So hatte ich eine recht gute Auswahl.

Pflanzen für das Terrarium
Zur Auswahl gab es die Grünlilie (Chlorophytum comosum), Ficus benjamina, Tillandsia sp., eine rot-geaderte Fittonia-Hybride, Impatiens niamniamensis, eine Bromelie, Zamioculcas zamiifolia und ein kleiner Farnsämling von Adiantum fragrans. Im Gartencenter fand ich auch eine schone gesprenkelte Form der Efeutute. Allerdings sind die Blätter matt-samtig, statt glänzend, bin mir daher nicht sicher ob es wirklich eine Efeutute ist. Leider beschriften die Gartenzentren ja heutzutage nichts mehr. (Wahrscheinlich wissen sie selber nicht was es ist - traurig). Wie dem auch sei, die Pflanzen wurden fein im Terrarium arrangiert. Um die Gestaltung ein wenig aufzulockern, vergesellschaftete ich einen Stein, auf dem die kleine Tillandsie nun liegen kann, ohne auf der feuchten Erde zu faulen.

Eventuell werde ich die Tillandsie auch in die Luft hängen, das werden wir später sehen, wenn alle Pflanzen ein wenig mehr etabliert sind. Das Hintergrundbild des Terrariums ist auch ein wenig zerschossen. Sobald ich etwas schönes im Laden sehe, werde ich das austauschen. Ausgestattet mit ein wenig künstlichem UV-Licht für Waldpflanzen, können die Pflanzen jetzt fleißig wachsen. Wichtig hierbei ist, keine UV-Röhre für Wüstenterrarien zu benutzen, denn diese strahlen sehr intensives UV-Licht, welches für diese Pflanzung zu stark wäre. Macht schließlich auch Sinn: Wüstenbeleuchtung hat nichts im tropischen Regenwald verloren.


fertige Pflanzung, jetzt können sich die Pflanzen an ihre neue Umgebung gewöhnen.
Die fertige Pflanzung mag zunächst sparsam aussehen. Sobald sich die Pflanzen eingewöhnt haben, werden sie ordentlich wachsen und den Raum buschig ausfüllen.

Montag, 6. Mai 2013

Renovierungsfortschritt im Vorgarten

Mit dem Montag als Mai-Feiertag, hatte ich dieses Wochenende endlich Zeit für unseren Vorgarten. Mit dem sonnigem Frühlingswetter der letzten Wochen, war es mehr als dringend die Beete von Unkraut zu entfernen und die Pflanzen, die ich schon zum Teil seit Monaten bereit hatte, zu pflanzen.

Das Unkraut ziehen gestaltete sich als die zeitaufwendigste Arbeit. Der Boden war derart ausgetrocknet, dass es keine leichte Aufgabe war die Wurzeln heraus zu ziehen. Besonders die scheußliche und lästige Zaunwinde (Calystegia sepium) hatte sich in den Beeten seit Jahren genüßlich ausgebreitet. Immer wieder fand ich ganze Nester von dicken, gelblich-weißen Wurzeln. Wie auch schon im Garten hinter dem Haus, ist die Erde voller Steine und faustgroßer Kiesel. Sei es Forke oder Spaten, irgendetwas blockiert immer das Graben.

Nach vielen Stunden war das meiste schließlich unkrautfrei, soweit man sehen konnte. Ich vermute noch weitere Eimer voller Zaunwindenwurzeln im Grund, die fröhlich sprießen werden in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten. Hier hilft leider nur Hartnäckigkeit und fleißiges Graben und Ziehen über die nächsten Jahre. Das Problem bei der Zaunwinde ist, dass die Wurzeln sehr zerbrechlich sind. Das bedeutet, mit jedem Ziehen bekommt man nur den oberen Zeil der Wurzel. Der Rest sitzt weiterhin in der Erde. Für das weitere Ausgraben ist ein Spaten dann das falsche Werkzeug, denn man zerhackt womöglich die Wurzeln unwissendlich. Jedes noch so kleines Stück Wurzel wächst. Daher muss man ganz vorsichtig mit einer Handforke nach den Wurzeln minieren, sobald man ein Ende gefunden hat. Dann so tief wie möglich dem Verlauf folgen, ohne die Wurzel zu beschädigen. Nur so kann man die Zaunwinde erfolgreich bekämpfen. Natürlich kann man auch Chemikalien anwenden. Allerdings braucht man für dieses Unkraut schon richtig fiese Mittel, denn normales "RoundUp" beispielsweise hat nur wenig Effekt leider.

Nach dem Unkraut entfernen, grub ich die ganze Fläche mit einer Gartenforke um, war der Boden sehr verdichtet und durch das trockene Wetter eben sehr hart. Danach karrte ich Mulch heran. ProGrow wird hier von den domizilen Grünabfällen produziert und kann bei der örtlichen Deponie als hochwertiger Kompost gekauft werden. Glücklicherweise hatten wir auf der Arbeit einen großen Berg davon über (als Teil der Kommune bekommen wir dies freihaus - sehr praktisch). Eine dicke Schicht Kompost arbeitete ich in den Boden ein. So verbessert sich die Wasserhaltefähigkeit des Boden und fügt reichhaltige Nährstoffe zu. Auf die Weise war der Boden am Ende wunderbar aufbereitet. 

Der spaßige Teil letztlich war wie immer das eigentliche Bepflanzen. Wie schon zuvor berichtet, hatte ich so einiges für diesen Zweck gesammelt. Vieles war auf der Arbeit über gewesen und hatte ich somit vor dem Komposthaufen gerettet, andere hatte ich selbst vermehrt. Dies und Jenes hatte ich wiederum aus dem Gartencenter mitgebracht. (siehe dazu auch "Einkaufen für den Vorgarten" und "Pflanzen für den Vorgarten")

Das Zwischenergebnis:


Cercis canadensis 'Forest Pansy' unterpflanzt mit Sanguisorba sp. und Fritillaria imperialis 'Rubra', rechts daneben Diascia personata mit Leycesteria formosana

Nandina domestica 'Firepower', Pennisetum alopecuroides und Galdiolus 'Black Star'

Heuchera 'Ginger Peach' mit Dahlia 'Burgundy' und Galdiolius 'Black Star', dahinter Phormium 'Back in Black' und Rhododendron macabeanum


Nach wie vor gibt es viel zu tun. Das Gras im Vorgarten ist verwildert und hat viele Löcher. Außerdem möchte ich die Rasenkanten richten, wie es sich für einen englischen Garten gehört. Es sind noch einige Pflanzen übrig, die ich bisher nicht pflanzen konnte. Außerdem ist eine Ecke des Vorgarten noch unberührt, da ich mir noch nicht hundert prozentig sicher bin, was genau ich dort pflanzen möchte. Mich stört der blau-blühende, vergreiste Schmetterlingsstrauch, da dieser nicht in mein rot-grünes Konzept passt. Auf der anderen Seite liebe ich Schmetterlingssträucher. Aufgrund des vergreisten Zustandes aber (dank langjährigen, falschen Schneides) tendiere ich ihn zu entfernen.

Alles in Allem bin ich aber sehr zufrieden, sieht der Vorgarten doch wieder wie ein Garten aus und selbst in diesem halb fertigem Zustand wesentlich besser als so mancher Nachbarsgarten. In den nächsten Wochen werde ich die letzten Kleinigkeiten erledigen. Bis Mitte des Sommers sollte der Garten schon kräftig gediehen haben und die ersten Blüten zeigen.



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