Montag, 6. Mai 2013

Renovierungsfortschritt im Vorgarten

Mit dem Montag als Mai-Feiertag, hatte ich dieses Wochenende endlich Zeit für unseren Vorgarten. Mit dem sonnigem Frühlingswetter der letzten Wochen, war es mehr als dringend die Beete von Unkraut zu entfernen und die Pflanzen, die ich schon zum Teil seit Monaten bereit hatte, zu pflanzen.

Das Unkraut ziehen gestaltete sich als die zeitaufwendigste Arbeit. Der Boden war derart ausgetrocknet, dass es keine leichte Aufgabe war die Wurzeln heraus zu ziehen. Besonders die scheußliche und lästige Zaunwinde (Calystegia sepium) hatte sich in den Beeten seit Jahren genüßlich ausgebreitet. Immer wieder fand ich ganze Nester von dicken, gelblich-weißen Wurzeln. Wie auch schon im Garten hinter dem Haus, ist die Erde voller Steine und faustgroßer Kiesel. Sei es Forke oder Spaten, irgendetwas blockiert immer das Graben.

Nach vielen Stunden war das meiste schließlich unkrautfrei, soweit man sehen konnte. Ich vermute noch weitere Eimer voller Zaunwindenwurzeln im Grund, die fröhlich sprießen werden in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten. Hier hilft leider nur Hartnäckigkeit und fleißiges Graben und Ziehen über die nächsten Jahre. Das Problem bei der Zaunwinde ist, dass die Wurzeln sehr zerbrechlich sind. Das bedeutet, mit jedem Ziehen bekommt man nur den oberen Zeil der Wurzel. Der Rest sitzt weiterhin in der Erde. Für das weitere Ausgraben ist ein Spaten dann das falsche Werkzeug, denn man zerhackt womöglich die Wurzeln unwissendlich. Jedes noch so kleines Stück Wurzel wächst. Daher muss man ganz vorsichtig mit einer Handforke nach den Wurzeln minieren, sobald man ein Ende gefunden hat. Dann so tief wie möglich dem Verlauf folgen, ohne die Wurzel zu beschädigen. Nur so kann man die Zaunwinde erfolgreich bekämpfen. Natürlich kann man auch Chemikalien anwenden. Allerdings braucht man für dieses Unkraut schon richtig fiese Mittel, denn normales "RoundUp" beispielsweise hat nur wenig Effekt leider.

Nach dem Unkraut entfernen, grub ich die ganze Fläche mit einer Gartenforke um, war der Boden sehr verdichtet und durch das trockene Wetter eben sehr hart. Danach karrte ich Mulch heran. ProGrow wird hier von den domizilen Grünabfällen produziert und kann bei der örtlichen Deponie als hochwertiger Kompost gekauft werden. Glücklicherweise hatten wir auf der Arbeit einen großen Berg davon über (als Teil der Kommune bekommen wir dies freihaus - sehr praktisch). Eine dicke Schicht Kompost arbeitete ich in den Boden ein. So verbessert sich die Wasserhaltefähigkeit des Boden und fügt reichhaltige Nährstoffe zu. Auf die Weise war der Boden am Ende wunderbar aufbereitet. 

Der spaßige Teil letztlich war wie immer das eigentliche Bepflanzen. Wie schon zuvor berichtet, hatte ich so einiges für diesen Zweck gesammelt. Vieles war auf der Arbeit über gewesen und hatte ich somit vor dem Komposthaufen gerettet, andere hatte ich selbst vermehrt. Dies und Jenes hatte ich wiederum aus dem Gartencenter mitgebracht. (siehe dazu auch "Einkaufen für den Vorgarten" und "Pflanzen für den Vorgarten")

Das Zwischenergebnis:


Cercis canadensis 'Forest Pansy' unterpflanzt mit Sanguisorba sp. und Fritillaria imperialis 'Rubra', rechts daneben Diascia personata mit Leycesteria formosana

Nandina domestica 'Firepower', Pennisetum alopecuroides und Galdiolus 'Black Star'

Heuchera 'Ginger Peach' mit Dahlia 'Burgundy' und Galdiolius 'Black Star', dahinter Phormium 'Back in Black' und Rhododendron macabeanum


Nach wie vor gibt es viel zu tun. Das Gras im Vorgarten ist verwildert und hat viele Löcher. Außerdem möchte ich die Rasenkanten richten, wie es sich für einen englischen Garten gehört. Es sind noch einige Pflanzen übrig, die ich bisher nicht pflanzen konnte. Außerdem ist eine Ecke des Vorgarten noch unberührt, da ich mir noch nicht hundert prozentig sicher bin, was genau ich dort pflanzen möchte. Mich stört der blau-blühende, vergreiste Schmetterlingsstrauch, da dieser nicht in mein rot-grünes Konzept passt. Auf der anderen Seite liebe ich Schmetterlingssträucher. Aufgrund des vergreisten Zustandes aber (dank langjährigen, falschen Schneides) tendiere ich ihn zu entfernen.

Alles in Allem bin ich aber sehr zufrieden, sieht der Vorgarten doch wieder wie ein Garten aus und selbst in diesem halb fertigem Zustand wesentlich besser als so mancher Nachbarsgarten. In den nächsten Wochen werde ich die letzten Kleinigkeiten erledigen. Bis Mitte des Sommers sollte der Garten schon kräftig gediehen haben und die ersten Blüten zeigen.



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